Berlin,
        Internationale Filmfestspiele Berlin ( 05. - 15.02.2004 )
  TAGESMELDUNGEN 07.02.  
       
 
05.02. 06.02. 07.02. 08.02. 09.02. 10.02. 11.02. 12.02. 13.02. 14.02. 15.02.  
 
       
07.02. WETTBEWERB

1 THE MISSING

Der klassische Western galt lange Jahre als nicht mehr zeitgemäß. Gleich drei Filme die mit dem Genre verbunden sind kommen dieses Jahr auf die Leinwand. Kevin Costners "Open Range" ist schon im Kino. Cold Mountain und The Missing laufen auf der Berlinale.

Die beiden Filme auf der Berlinale unterscheiden sich von Costners Film durch die starke Frauen im Mittelpunkt der Filme. The Missing jedoch lebt hauptsächlich durch Cate Blanchett und Tommy Le Jones und dem Vater Tochter Konflikt.


Country Of My Skull

1 «Ubuntu» Bezeichnet die Verbundenheit aller Menschen auf Erden, «Ich bin, weil wir sind» Der Film des britischen Regisseurs John Boorman erzählt jedoch die Liebesgeschichte zwischen der weißen Afrikaans-Dichterin und Radioreporterin Anna Malan (Juliette Binoche) und dem schwarzen „Washington Post“-Redakteur Langston Whitfield (Samuel L. Jackson). Jackson.
Das wird viele entäuschen, da der Film die Möglichkeit verspielt, das Universelle an der Versöhnungspolitik Südafrikas herauszuarbeiten. Zwei gute Schauspieler ein Thema was von der Tagespresse schon lange nicht mehr wahrgenommen wird und dennoch ein Film, der nicht gemocht wird von den Kritikern. «Country Of My Skull» ist ein Mainstream-Film ist die häufigste Aussage, und mit diesen Worten beerdigt man auf einem Festival kurz und knapp einen Film. Sollten der Film, weil er halt ein Mainstream-Film ist, doch viele Menschen im Kino sehen, so erfüllt er doch den Zweck das Thema Apartheid in Südafrika anzusprechen.

PANORAMA
TRAVELING WITH CHE GUEVARA

1 1952 unternahm der damals 23-jährige Medizinstudent Ernesto Che Guevara mit seinem Freund, dem 29 Jahre alten Biologen Alberto Granado, eine Reise durch den südamerikanischen Kontinent. In sechs Monaten reisten die beiden quer durch Argentinien, Chile, Peru, Kolumbien und Venezuela.

Er habe versprechen müssen, Che auf jeden Fall wieder heil nach Buenos Aires zurückzubringen. Welchen Einfluss die mehrmonatige Reise auf die weitere Entwicklung des damals 23-jährigen Medizinstudenten Ernesto hatte, könne er nicht bestimmen. "50 Jahre danach ist es schwer zu sagen: 'Ich war's, der Einfluss auf Che Guevara hatte", sagte Granado, der damals 29 Jahre alt war.

Im Jahre 2002 inszenierte der brasilianische Regisseur Walter Salles einen Spielfilm über die Reise des späteren Revolutionärs und seines Freundes
– THE MOTORCYCLE DIARIES.
Gianni Minà stellte für den Filmemacher den Kontakt zur Familie Guevara und zu Alberto Granado her.
Für den inzwischen 81-jährigen wurden die Dreharbeiten zu einer bewegenden Reise in die eigene Vergangenheit, die Gianni Minà in einem eigenen Film festhielt.
1
Dienstag, 10. Feb. 18:30 Uhr CineStar 2 FILMINFO
TRAVELING WITH CHE GUEVARA Italien, 2003, 110 min
Regie: Gianni Minà mit DOK mit Alberto Granado
Sektion: Panorama Dokumente


SELLING DEMOCRACY – WELCOME MR. MARSHALL

Das Programm der Reihe Selling Democracy – Welcome Mr. Marshall wird am Sonntag, den 8. Februar 2004, um 10.30 Uhr von den Kuratoren Sandra Schulberg und Dr. Rainer Rother im CinemaxX 6 vorgestellt. Fragen zur Reihe können im Anschluss an die Präsentation gestellt werden.

Folgende Kurzfilme werden gezeigt:

Ich und Mr. Marshall, 13 min.
The Shoemaker and the Hatter, John Halas, 16 min.
The Story of Koula, 21 min.
Nicht stören – Funktionärsversammlung, Hans Herbst, 16 min.
Village without Waters, David Kurland, 13 min.

Am Sonntag, den 8. Februar 2004, um 14.00 Uhr findet die Diskussionsveranstaltung „The Marshall Plan Films and their filmhistoric and political importance“ im Filmmuseum Berlin, 1. OG, auf Englisch bei freiem Eintritt statt.

1 Die westeuropäischen Länder erhielten nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht nur ökonomische, sondern auch kulturelle und psychologische Hilfe aus den USA.

So entstanden bis zum Ende der Marshall-Plan-Aktivitäten 1952 über 200 Filme, die die Hilfsaktivitäten der Amerikaner dokumentierten, zur Selbsthilfe anregten und für interkulturelle Verständigung, Demokratie und Pluralismus warben – nicht zuletzt in Abgrenzung zum kommunistischen Osteuropa. Ziel war es, eine europäische Nachkriegsidentität zu schaffen, die zugleich als Bollwerk gegen den Kommunismus dienen konnte.
Gleichzeitig boten die Filme zum Teil sehr praxisorientierte Einführungen in neue Technologien und Bewirtschaftungsformen. Von der Etablierung eines europäischen Stromverbunds bis zur Konstruktion von Hühnerställen reicht hier das Spektrum.

An zehn Tagen werden insgesamt 42 Filme im Zeughaus-Kino zu sehen sein. In begleitenden Wortveranstaltungen werden der Regisseur Georg Tressler und andere Protagonisten des Marshall-Plan-Filmprogramms zu Wort kommen.

Aus Anlass der Reihe Selling Democracy – Welcome Mr. Marshall erscheint auch eine 28-seitige Broschüre, die erstmals einen anschaulichen Überblick über diesen einzigartigen Bestand an historischen Filmdokumenten gibt und auch die Menschen hinter dem Projekt der Marshall-Plan-Filmproduktion vorstellt.


Arbeitsplätze durch die Berlinale

  Letztes Jahr hat die McKinsey-Agentur für Unternehmensberatung ermittelt, dass die Berlinale etwa 30 Millionen Euro nach Berlin bringt. Ca. neun Millionen davon flossen in Form von Steuern und Abgaben an den Staat. Das sind etwa 2,5 Millionen Euro mehr, als die Berlinale an öffentlichen Subventionen erhält.

Auch dieses Jahr musste die Berlinale wieder sparen
und sorgt doch gleichzeitig für Einnahmen, ganz zu schweigen vom Imagegewinn für Berlin, den mehreren hundert Arbeitsplätzen die direkt oder indirekt von der Berlinale abhängen und der Bedeutung für die Filmindustrie.
 
07.02.
   
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