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INTERFILM 42 Internationales Kurzfilmfestival Berlin
  29.09..2026  
Die Welt ist geteilt, das hören wir jeden Tag: in Wir und Die, in Hier und Drüben, in Ufer, zwischen denen kaum noch Brücken stehen. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest, dass "geteilt" nicht nur "getrennt" heißen muss. In einer Zeit, in der uns Abgrenzung als Lösung verkauft wird und Kriege ganze Regionen in einen endlosen Schwebezustand versetzen, lädt die 42. Edition des INTERFILM Festivals dazu ein, die Grenze anders zu lesen: als geteilte Küste, als Ort der Übergänge, Aufbrüche und Begegnungen.

Unter dem Titel Shared Shores lassen wir Einseitigkeiten hinter uns, wagen uns ans andere Ufer und nehmen es beim Wort: Teilen kann trennen, und teilen kann verbinden. Vielleicht liegt gerade darin seine Kraft, denn wer teilt, erkennt an, dass es mehr als eine Seite gibt. Die Programme folgen den Gezeiten von Widerstand und Erinnerung. Sie erzählen von denen, die an den Rand gedrängt werden und von dort über ihn hinauszublicken wagen. Wie wächst Solidarität zwischen entfremdeten Orten und Menschen? Und wie finden wir Verbindung nicht trotz, sondern wegen unserer Verschiedenheit? INTERFILMs Kurzfilme sind mehr als Kunst, sie sind eine Einladung, Ambivalenzen und Widersprüche auszuhalten. Wagen wir den Blick über das eigene Ufer hinaus, um zu erkennen, dass jede Küste ihren eigenen Horizont hat, und treffen wir uns dort, wo das Trennende endet und das Verbindende beginnt!

roter unterschstrich als zeichen für link https://www.interfilm.de/interfilm-festival-2026/programm/

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Just revolutionary – Die Filme des Ninjin Clubs
  29.09..2026  
"I am not a feminist, I am just a revolutionary!" (Keiko Kishi)

Es gibt nichts zu relativieren: Revolutionär ist das richtige Wort, um den Schritt der drei Starschauspielerinnen Ineko Arima (*1932), Keiko Kishi (1932–2026) und Yoshiko Kuga (1931–2024) zu beschreiben, die Mitte der 50er Jahre eine unabhängige Produktionsfirma gründeten, den Ninjin Club. Ihr Anliegen: künstlerische Unabhängigkeit, bessere Arbeitsbedingungen, anspruchsvollere Rollen und Filme – für Frauen. Innerhalb des rigiden japanischen Studiosystems der 50er und 60er Jahre, das für Schauspielerinnen ein traditionelles Frauenbild vorsah, war dieses Zeichen der Selbstermächtigung ein geradezu unerhörtes Ereignis. In den auf die Gründung folgenden zehn Jahren förderte der Ninjin Club mit der Produktion von Filmen von u.a. Masaki Kobayashi, Susumu Hani oder Kinuyo Tanaka ambitionierte künstlerische Handschriften, neue Strömungen und nicht zuletzt differenziertere Frauenrollen im japanischen Kino. Das umfangreiche Programm beleuchtet das Produktionsportfolio des Ninjin Clubs sowie die Karrieren der überaus vielseitigen Schauspielerinnen anhand ausgewählter Filme. Anhand von 20 Filmen aus den Jahren 1953 bis 1964, viele davon im 35-mm-Format und zum Teil äußert selten in Berlin zu sehen, entsteht ein perspektivenreicher Blick auf das japanische Kino zwischen Tradition und Moderne.

Just revolutionary – Die Filme des Ninjin Clubs wird mit von Einführungen mit Kayo Adachi-Rabe (Filmwissenschaftlerin), Naofumi Higuchi (Filmkritiker und Regisseur), Kanako Hayashi (Kuratorin), Miyoko Shimura (Filmwissenschaftlerin, Nihon University Tokyo), Jennifer Coates (Filmwissenschaftlerin, The University of Sheffield, UK), Lukas Foerster (Filmkritiker) und Colleen Laird (Filmwissenschaftlerin, University of British Columbia, Kanada) begleitet.

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Neue Filme der Woche
   
  der kurze weg zu deinen lieblingskritikerinnen
   
 
Januar     Juli  
Februar     August  
März     September  
April     Oktober  
Mai     November  
Juni     Dezember  


 
 blauer strich als zeichen für filmtitel 15.10. bis 21.10. 2026
 
Call Me Queen
Das Ding mit Federn (The Thing With Feathers)
Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte
Jesus Christus Erlöser (WA)
Jeder Acker, jede Fabrik
Junkies of Dreaming - Mahler 3 Currentzis
La Graciosa - Kanarische Träume
London
Monster Mia
Sacrifice
SimsalaGrimm Mitmachkino 2
Sinn und Sinnlichkeit (Sense and Sensibility)
Street Fighter
Whalefall
Whistleblower


Aisha Can’t Fly Away
London
 
Was meine Filme verbindet, ist die Frage, wie die Vergangenheit die Gegenwart durchdringt – wie die ‚große Geschichte‘ in die kleinen Erzählungen bzw. den persönlichen Alltag hineinwirkt. Die Idee zu LONDON reicht weiter zurück als BEWEGUNGEN EINES NAHEN BERGS; sie entstand, als ich noch an UND IN DER MITTE, DA SIND WIR arbeitete. Begonnen hat es damit, dass ich selbst oft mit Mitfahrgelegenheiten zwischen Wien und Berlin unterwegs war. Mir fiel auf, dass in dieser Zeit, die man gemeinsam im Auto ‚absitzt‘, etwas mit einem selbst und auch mit der Person neben einem passiert. Man kommt ins Reden über Gott und die Welt, aber man schaut einander dabei meist nicht an, sondern starrt geradeaus – wie in ein ‚Narrenkastl‘ – auf den Landschaftsfilm, der hinter der Windschutzscheibe abläuft. Dabei verliert man sich in diesem Sog. Es entsteht ein eigener, langsamer Gesprächsrhythmus mit Momenten der Stille, wobei man auf das Gegen- über ebenso konzentriert ist wie auf sich selbst. Da gibt es gewisse Ähnlichkeit zum psychoanalytischen Setting. Ich habe als Notiz immer wieder vorne rausgefilmt: die Landschaft, im Hintergrund ein Gespräch. Das hat mich an UNITED STATES OF AMERICA von James Benning und Bette Gordon erinnert, der ähnlich funktioniert, aber anstelle der Gespräche läuft das Radio.

Man spricht ja gerne von einem Grenzbereich zwischen dem Dokumentarischen und dem Fiktionalen; es gibt aber keine Grenze, sondern es ist etwas, das mal mehr, mal weniger ineinanderfließt und immer in Bewegung und Verhandlung ist. Was mich besonders reizt, ist, ein Kippmoment herzustellen und damit zu spielen – diese Frage nach Realität und Fiktion ständig am Köcheln zu halten. Bereits in der ersten Szene mit Paul, dem Wehrdiener, findet eine Reise vom nüchtern Dokumentarischen ins stilisiert Fiktionale statt.
Diese Szene ist ein Kondensat des Films, was dieses Spiel mit den jeweiligen Erwartungshaltungen betrifft. Ich wollte, dass der Film stets zwischen einem dokumentarischen und einem fiktionalen Gefühl oszilliert. Sebastian Brameshuber i




Ukrainian Film Festival Berlin (UFFB) 2026
  01.10..2026  
Das Ukrainian Film Festival Berlin (UFFB) lädt von Mittwoch, 14. bis Sonntag, 18. Oktober 2026, zu seiner siebten Ausgabe ein. Unter dem diesjährigen Motto "Emergency Spaces" präsentiert das Festival ein aktuelles Programm mit zeitgenössischen Dokumentar- und Spielfilmen aus der Ukraine. Ergänzt wird das Hauptprogramm durch einen Kurzfilmwettbewerb und ein umfangreiches Spezialprogramm, das sich in diesem Jahr unter anderem den Regionen Donezk und der krim-tatarischen Kultur sowie dem Jahrestag von Babyn Yar widmet.
Eröffnet wird das Festival am 14. Oktober 2026 mit dem Dokumentarfilm The Illusion of a Quiet Night von Olga Chernykh . Bei der Abschlusszeremonie am 18. Oktober wird die Dokumentation Don't Ask Me If I Killed von Helena Maksyom vorgeführt. Beide Regisseurinnen werden persönlich in Berlin anwesend sein, ihre Filme vorstellen und anschließend Fragen des Publikums beantworten. Gerne stehen beide auch für Interviews zur Verfügung. Zu den besonderen Höhepunkten des Programms gehört Traces von Alisa Kovalenko und Co-Regisseurin Marysia Nikitiuk, der mit dem Panorama Audience Award bei der Berlinale 2026 ausgezeichnet wurde. Ebenfalls im Programm istTo the Victory! von Valentyn Vasyanovych.
Der neue Spielfilm bildet den Abschluss der postapokalyptischen Nachkriegs-Trilogie des Regisseurs und wurde 2025 beim Toronto International Film Festival mit dem Platform Prize ausgezeichnet. Inhaltlich folgen die ausgewählten Werke den Schicksalen einzelner Menschen, gesellschaftlicher Gruppen und ganzer Arbeitskollektive. Sie zeigen, wie der Krieg in unterschiedliche Lebensbereiche eingreift und den Alltag verändert. InWhere Everything Disappears dokumentiert Oleksandr Tkachenko den Weg eines ukrainischen Kameramanns an die Front. Dmytro Sukholytkyi-Sobchuk porträtiert in Silent Flood eine religiöse und pazifistische Gemeinde in der Westukraine, deren Alltag durch Krieg und Naturkatastrophen aus dem Gleichgewicht gerät.
Der Dokumentarfilm The Last Prometheus of Donbas von Anton Shtuka begleitet die letzten Tage der Belegschaft eines Kraftwerks an der Frontlinie in Donezk kurz vor dessen Zerstörung durch russische Truppen. Zudem stellt das Programm Menschen vor, für die der Krieg gezwungenermaßen zur täglichen Realität und Beschäftigung geworden ist, und hinterfragt, wie diese Umstände persönliche Überzeugungen auf die Probe stellen – so etwa in Andrii Lysetskiys The Blessed Ones, der sich der Frage widmet, welche Rolle Kunst in Zeiten der Krise noch einnehmen kann.

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Verantstaltungstipps und Termine  



 blauer strich als zeichen für filmtitel 20.10.  18:00  
 
JEDER ACKER, JEDE FABRIK|Kinotour
     
Der aktuelle globale Moment ist geprägt von einer klassischen Systemkrise: die Herrschenden verwickeln sich in Spiralen von unsinnigen Kriegen, einem neuen Rüstungswettlauf und verzweifelten Versuchen aus ausgelaugten Böden noch so viel herauszuquetschen wie möglich. Neue Technologien und Wissen werden für gesellschaftlich sinnlose oder zerstörerische Projekte verschwendet, während die Masse der Arbeiter*innen für Niedriglöhne arbeitet. Es fehlt an einer kollektiven Diskussion zur Vorbereitung eines radikalen Wandels. JEDER ACKER, JEDE FABRIK versteht sich als Startpunkt dieser Diskussion.

in Anwesenheit de r FilmemacherInnen Johanna Schellhagen und Marco Bauer.

Ort: Brozfabrik kino Caligaripl. 1, 13086 Berlin-Bezirk Pankow Telefon: 030 4714001
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 blauer strich als zeichen für filmtitel 20.10.  18:00  
 
JUNKIES OF DREAMING Mahler 3 Currentzis|Kinotour
     
Die dokumentarischen Filmarbeiten des Münchner Regisseurs und Produzenten Jan Schmidt-Garre sind mindestens so aufregend wie die KünstlerInnen selbst, denen er während der Arbeit in die Seele schaut. In „Fuoco sacro – Suche nach dem heiligen Feuer des Gesangs“ spürte er 2021 der Kunst der Opernweltstars Ermonela Jaho, Barbara Hannigan und Asmik Grigorian nach. In „Die Alchemie der Musik“ aus dem Jahr 2024 den Musikern Alfred Brendel, Ermonela Jaho, Jean-Rodolphe Kars, Stephen Kovacevich, Sir Antonio Pappano, Francesco Piemontesi und Maria João Pires – immer auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Kunst. Das ist höchst spannend, lehrreich und unterhaltend zugleich, weil Schmidt-Garre es versteht, seine Dokumentarfilme wie eine Sinfonie zu komponieren.

Sondervorführung in Anwesenheit von Regisseur Jan Schmidt-Garre

Ort: Cosima Filmtheater Sieglindestraße 10, 12159 Berlin

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 blauer strich als zeichen für filmtitel 21.10. - 25-10.  
 
Film Restored – Das Filmerbe-Festival
     
2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen. Auf Besucher*innen des Festivals und des daran angelehnten Kinopreises warten digitale Restaurierungen, Workshops, Diskussionen und Livemusik. Geboten werden Beiträge aus zwanzig Ländern, internationale Gäste und Filme aus den Jahren 1927 bis 2010.

Ort: Sinema Transtopia Lindower Str. 20/22 13347 Berlin
       Deutsche Kinemathek Mauerstraße 79 10117 Berlin

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 blauer strich als zeichen für filmtitel 24.10.  
 
LIEBHABERINNEN | Premiere in Berlin
     
Die LIEBHABERINNEN sind die Messehostess Brigitte (Johanna Wokalek) und die junge Paula (Hannah Schiller). Den schrumpfenden Marktwert ihrer Weiblichkeit vor Augen, macht Brigitte den wohlhabenden Heinz (Ben Münchow) zu ihrem Liebhaber. Sie schafft gerade noch den Weg nach oben, während Paula die Härten des Lebens erst noch kennenlernen muss.

Ort: 17:45 Uhr - fsk Kino mit Koxi, Johanna Wokalek, Ben Münchow, Hannah Schiller, Stephanie Stremler
       20:00 Uhr – Kant Kino mit Koxi, Johanna Wokalek, Ben Münchow, Hannah Schiller, Stephanie Stremler

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 blauer strich als zeichen für filmtitel 26.10.-01.11.  
 
Tag des Audivisuellen Erbes
     
Rund um den Tag des Audivisuellen Erbes am 27.10. zeigt BrotfabrikKINO eine Auswahl historisch bedeutender Filme, die dank des Förderprogramms Filmerbe (FFE) digitalisiert werden konnten. Zu sehen sind 10 Tage im Oktober (R: Thomas Frick - 26.10.), Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt? (R: Slatan Dudow - 27.10.), Geschichten aus Zwölf und einem Jahr (R: Manfred Stelzer - 28.10.), Kohlhiesels Töchter (R: Ernst Lubitsch - 29.10.), Geheimnisse einer Seele (R: G.W. Pabst - 30.10.), 1914. Die letzten Tage vor dem Weltbrand (R: Richard Oswald - 31.10.) und Frauen in Berlin (R: Chetna Vora - 1.11.).

Ort: Brozfabrik kino Caligaripl. 1, 13086 Berlin-Bezirk Pankow Telefon: 030 4714001
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 blauer strich als zeichen für filmtitel 27.10.  18:30  
 
CHASING HOPE – DER ANDERE BLICK | Premiere
     
Der Dokumentarfilm begleitet Johannes Müller auf seinen Reisen in den Nordirak. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen mit Menschen, deren Geschichten hinter den Schlagzeilen oft unsichtbar bleiben – und die Frage, welche Verantwortung ein Fotograf trägt, wenn er diese Geschichten sichtbar macht.

Regisseurin Sandra Kaudelka und Protagonist Johannes Müller sind persönlich zu Gast.
Ort: Moviemento Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin Telefon: 030 6924785
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 blauer strich als zeichen für filmtitel 29.10.  20:00  
 
Die andere Seite | Kinotour
     
Was bedeutet es, aus einer Gemeinschaft herausgerissen und ausgegrenzt zu werden? Dieser Frage geht Autorin und Regisseurin Mariko Minoguchi (Mein Ende. Dein Anfang., Zeit Verbrechen: Dezember) in ihrem zweiten Kino-Spielfilm nach. Eine Ärztin hat sich mit einer ansteckenden Krankheit infiziert und wurde aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Einsam lebt sie in den Alpen, bis sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten gehört. Gemeinsam wollen sie nach Süden vorstoßen, wo Leben in Freiheit noch möglich scheint. Auf wenige Personen reduziertes Survival-Drama.

Ort: fsk kino  Segitzdamm 2, 10969 Berlin Telefon: 030 6142464

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Retrospektive 2027: Rage Against the Machine
  14.10. 2026  
Zum 100. Jahrestag von Fritz Langs bahnbrechendem Film Metropolis widmet sich die Retrospektive der 77. Internationalen Filmfestspiele Berlin filmischen Visionen von Zukunft und Widerstand. Ihre dystopischen Settings sind zwischen Postapokalypse, Cyberpunk und politischer Allegorie angesiedelt und erschaffen alternative Welten, in denen Freiheit, Identität und Selbstbestimmung neu verhandelt werden. Dabei werfen die Filme Fragen auf, die heute aktueller denn je sind: Wie funktionieren Autorität und Kontrolle? Steuern wir die Technologie, oder steuert sie uns? Welche Formen von Opposition und Widerstand sind möglich?

Die Retrospektive spannt das Thema über die Schwerpunkte Urbanismus, Künstliche Intelligenz, Feminismus und Kapitalismus auf – wie auch die Ausstellung „The Metropolis Century – Dystopia and Rebellion“, die vom 18.03. bis 26.09.2027 in der Deutschen Kinemathek gezeigt wird. Im Berlinale-Programm stehen US-amerikanische Blockbuster wie Paul Verhoevens RoboCop (1987) neben Underground-Filmen wie Decoder (1984, Regie: Muscha) und Animes wie Robotic Angel (2001, Regie: Rintaro). Deutsches Filmerbe ist mit Die letzten Tage von Gomorrha (1974) von Helma Sanders-Brahms genauso vertreten wie internationale Filme, die marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt rücken. So zum Beispiel Ngozi Onwurahs Welcome II the Terrordome (1995), der erste abendfüllende britische Spielfilm einer Schwarzen Regisseurin, der in einer aktuellen Restaurierung gezeigt wird.

Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle: „Die Deutsche Kinemathek ist seit langem eine hervorragende Partnerin für die filmhistorischen Programme der Berlinale, und wir freuen uns sehr auf diese zweite Retrospektive unter der künstlerischen Leitung von Heleen Gerritsen. Zu Metropolis von Fritz Lang, der vor 100 Jahren entstanden ist und zu den am intensivsten erforschten Filmen der Stummfilmära zählt, gibt es immer noch Neues zu entdecken: Heleen und ihr Team haben einen erfrischenden Ansatz gewählt, um die bemerkenswerte Weitsicht von Metropolis und sein bis heute nachhallendes Echo in Film und Kultur zu beleuchten. Und das über eine Perspektive, die zugleich dringlich und zeitgenössisch wirkt: punkig, feministisch, jung, provokativ und mitreißend.”

Die Retrospektive präsentiert rund 20 Filme, das vollständige Programm wird im Dezember 2026 vorgestellt. Begleitend finden in der Deutschen Kinemathek im E-Werk Panel Talks und Netzwerk-Events statt.

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