| Berlinale Forum |
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17.01.2026 |
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Wahlverwandtschaft, Gesellschaft
Das Berlinale Forum schärft den Blick für Filme von gesellschaftlicher Relevanz und als ästhetische Form der Reflexion. Filme von Menschen, die ihre Wirkung auf unser Zusammenleben, unsere Kämpfe, unser Versöhnen, unsere Geschichte/n, die Erfahrbarkeit von Gemeinsamkeit, Schönheit und Solidarität und die Gestaltung unserer sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Gegenwart wie Zukunft ernst nehmen. Mit 32 Filmen im Hauptprogramm und einem Forum Special, das auch der Auseinandersetzung mit kritischem Filmemachen im Zeitalter Künstlicher Intelligenz nicht ausweicht, sorgt das 56. Forum vielfach für Gelegenheit, den Status quo des Kinos in all seinen Facetten zu erkunden.
„Einen Zugang zur Welt über das Kino zu finden — und zurück zu Filmkorn, Pixel, Foto, Kamerablick, Tonspur, Archivbild und nun immer stärker auch hin zu virtuellen und KI-generierten Bildern“, kommentiert Forumsleiterin Barbara Wurm, „beschäftigt unabhängige Filmemacher*innen genauso wie jene, die stärker im System etabliert sind, im Autor*innen- und Genrekino, im Spiel- und Dokumentarfilm. Das Spannende an diesem Jahrgang — vermutlich der politischste seit langem! — ist, wie unterschiedlich die filmischen Formen sind, mit denen all die konkreten Themen gesetzt werden, die so weh tun: bestehender Kolonialismus und die strukturelle Unterdrückung indigener Bevölkerungen, Gewalt gegen Frauen, Korruptionssysteme, soziale Missstände. Dagegen stehen Selbsterkundungen und, wie schon letztes Jahr, bewusste Wahlverwandtschaften.“
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