Do, 2.9. - 21:15 In Erinnerung an Christoph
Schlingensief Christoph Schlingensief – Die Piloten
D 2007, R: Cordula Kablitz-Post, mit Christoph Schlingensief,
Rolf Hochhuth, Katharina Schüttler, Oskar Roehler,
digital, 94 Min Christoph Schlingensief dreht 10
Jahre nach "Talk 2000" Piloten für eine
neue Talkshow. Obwohl klar ist, dass diese Piloten
niemals ausgestrahlt werden, kommen sie alle: von
Jürgen Fliege bis Rolf Hochhuth, von Oskar Roehler
bis Claudia Roth, von Lea Rosh bis Sido. Was als
unterhaltsame Infragestellung der medialen Selbstdarstellungen
beginnt, erhält eine dramatische Wendung, als private
Probleme des Talkmasters und eines Gastes während
der Aufzeichnungen bekannt werden. Cordula Kablitz-Post,
die 1997 gemeinsam mit Christoph Schlingensief "Talk
2000" entwickelt hat und für Regie und Schnitt
verantwortlich war, dokumentiert bei CHRISTOPH SCHLINGENSIEF
- DIE PILOTEN die emotionale Vielschichtigkeit des
Künstlers Schlingensief unter extremen Bedingungen
und wirft Fragen nach den Grenzen der medialen Selbstdarstellung
auf.
Do, 9.9. - 20:15 Der verlorene Vater
D 2009, R: Hermine Huntgeburth, mit Edgar Selge, Ulrike Krumbiegel,
Jeanette Hain, 90 Min Berlin-Premiere mit Regisseurin, DarstellerInnen
und Team Zwei Menschen treffen sich, verlieben sich und es könnte
alles so schön sein. Aber Arndt kann sich auf Elke nicht einlassen.
Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er geht zu seiner Familie
zurück. Elke respektiert seinen Entschluss, der aber nicht lange
vorhält. Plötzlich steht der Traummann wieder in der Tür und
hat sich ihretwegen von seiner Frau getrennt. Was für Elke zuerst
das Ziel ihrer Wünsche ist, wird mehr und mehr zur Zerreißprobe.
Denn Arndt beginnt, um seine Kinder zu kämpfen. Am Anfang noch
verständlich, bekommt sein Kampf etwas Zwanghaftes. Und wer nicht
für ihn ist, ist gegen ihn. Seine Exfrau, die Mutter seiner Kinder,
reagiert auf ihre Art und setzt sich damit ins Unrecht- für Arndt.
Aber auf welcher Seite liegt das Recht? Elke muss sich entscheiden.
ACHTUNG: nicht DO, sondern Di, 21.9. – 20:00 Tod einer
Schülerin
D 2010, R: Mark Schlichter, Vorlage: Ulrich Woelk, mit Matthias
Brandt, Corinna Harfouch, Adrian Topol, Max Dominik, Lavinia Wilson,
Kirsten Block, Robert Gwisdek, 90 Min Berlin-Premiere mit Regisseur,
Darstellern und Team Alex Berger (Matthias Brandt), Deutschlehrer
an einem Gymnasium in einer ostdeutschen Kleinstadt, lässt sich
nach einem Grillfest heimlich auf ein sexuelles Abenteuer mit der
18-jährigen Abiturientin Katja Weiss (Laura Berlin) ein. Sie wird
am nächsten Morgen tot aufge-funden. Alles deutet auf ein Sexualverbrechen
hin. Katja ist schon das zweite junge weibliche Mordopfer in der
Region. Die Polizei vermutet nun einen Serientäter. Berger gesteht
seiner Frau Susanne (Corinna Harfouch) den Seitensprung, beteuert
aber, nicht für Katjas Tod verantwortlich zu sein. Als die Polizei
zügig einen von der Bevölkerung geforderten Massengentest initiiert,
weigert sich Alex unter Verweis auf seine Bürgerrechte, eine DNA-Probe
abzugeben. So gerät er mehr und mehr in den Fokus der Kommissare
und muss zugleich gegen das wachsende Miss-trauen seiner verletzten
Frau ankämpfen.
ACHTUNG: nicht DO, sondern Mi, 29.9. – 20:00 Im Dschungel
D 2010, R: Elmar Fischer, mit Ronald Zehrfeld, Heino Ferch, Ina
Weisse, Bernd Stegemann, 90 Min Berlin-Premiere mit Regisseur,
Darstellern und Team Frank Sperber (Ronald Zehrfeld), Vorarbeiter
im Kessel eines Werkes eines Weltkonzerns, versucht den drohenden
Ausverkauf seines Arbeitsplatzes zu verhindern. Als neugewählter
Betriebsrat gerät der idealistische Frank zwischen die Fronten
und immer tiefer in einen Dschungel aus Lügen und Erpressung, in
dem es um Macht und viel Geld geht. IM DSCHUNGEL zeigt, wie Intrigen
und Korruption in Zeiten der Wirtschaftskrise zunehmend den Alltag
in Unternehmen bestimmen und erzählt mit ungetrübtem Blick auf
das Geschehen unserer Tage eine Geschichte, die zwar frei erfunden
ist, aber so oder so ähnlich in vielen Industrieuntnehmen passieren
könnte...