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58. Internationale Filmfestspiele Berlin (07. - 17.02.2008)  
   
   
 
       
  16.02.  
       
     
Die Bären sind vergeben

Der Goldene Bär der 58. Berliner Filmfestspiele geht an den brasilianischen Wettbewerbsbeitrag "Tropa De Elite" (Elite-Einheit). Das gab die Berlinale-Jury am Abend bekannt. Die Britin Sally Hawkins und der Iraner Reza Naji gewannen die Silbernen Bären als beste Schauspieler. Der Silberne Bär für die beste Regie ging an den US-Amerikaner Paul Thomas Anderson ("Magnolia"). Er wurde für sein für acht Oscars nominiertes und auch als Bären-Favorit gehandeltes Ölsucher-Drama "There Will Be Blood" ausgezeichnet.


Drifter gewinnt „Dialogue en perspective“

Bereits zum fünften Mal wurde auf der diesjährigen Berlinale im Rahmen der Preisverleihung der unabhängigen Jurypreise heute der „Dialogue en perspective“ von einer jungen deutsch-französischen Jury vergeben. In diesem Jahr ging der Preis an den Film Drifter von Sebastian Heidinger. Der Preis wurde 2004 vom französischen Fernsehsender TV5MONDE gemeinsam mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin initiiert und wird in Zusammenarbeit mit dem DFJW an einen Film aus der Sektion Perspektive Deutsches Kino verliehen.

Über die Vergabe des „Dialogue en perspective“ entschied auch diesmal wieder eine junge Jury bestehend aus drei deutschen und vier französischen Filmliebhabern zwischen 18 und 29 Jahren. Gemeinsam mit Jurypräsident Peter Sehr, der für seine Regiearbeit für Kaspar Hauser 1994 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde, sahen die Jurymitglieder alle Beiträge der Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino und diskutierten anschließend darüber, wer den „Dialogue en perspective“ am meisten verdient hat. Warum die Wahl schließlich auf Drifter fiel, begründet die Jury wie folgt:

„Drifter ist eine intensive und sorgfältige Beobachtung, die formal konsequent und präzise erzählt wird. Der Regisseur Sebastian Heidinger beweist großes Können, sich seinen Hauptpersonen zu nähern, er baut ein Vertrauensverhältnis auf, das so groß ist, dass die Protagonisten die Kamera teilweise ganz zu vergessen scheinen. Der junge Regisseur widmet sich einem sehr harten und schwierigen Thema und zeigt hierbei viel Respekt und Sensibilität. Bei aller Schonungslosigkeit bewahrt er einen zutiefst menschlichen Blick für seine Hauptpersonen, und lässt dem Zuschauer viel Raum.“ Eine lobende Erwähnung geht an den Kurzfilm Lostage.

Kinotag beendet die 58. Berlinale

Die Berlinale geht an diesem Sonntag mit dem „Kinotag“ zu Ende. Gezeigt werden ausgewählte Filme aus allen Festivalsektionen. Der einheitliche Preis für alle Vorstellungen beträgt sechs Euro pro Ticket. Zudem wird am Nachmittag der Friedensfilmpreis an die iranisch-französische Produktion „Buda Az Sharm Foru Rikht“ („Buddha zerfiel vor Scham“) und der Panorama-Publikumspreis an den israelischen Film „Lemon Tree“ von Eran Riklis verliehen.

Dieses Jahr liefen bei der Berlinale in den verschiedenen Sektionen 384 Filme aus 59 Produktionsländern. Das Interesse an der diesjährigen Berlinale war nach Angaben der Veranstalter größer denn je: Mehr als 20.000 Akkreditierte aus 125 Ländern, darunter 4200 Journalisten, kamen zum Festival. Rund 430.000 Kinobesuche wurden gezählt, davon gingen rund 230.000 Tickets ans Publikum.

Die Sonderreihe Kulinarisches Kino – Eat, Drink, See Movies im Spiegelzelt „Gropius Mirror“ erfreute sich ebenfalls wieder großer Beliebtheit. Und das Kino Babylon, der neue Spielort der Sektion Generation 14plus, wurde begeistert angenommen. Die Veranstaltungen waren quasi zu 100% ausgebucht. Das Berlinale Merchandising, darunter Taschen, Becher, Teddys, T-Shirts und Mützen erwies sich wieder als ein großer Publikumsrenner. Der European Film Market (EFM) – zentraler filmwirtschaftlicher Bereich der Internationalen Filmfestspiele Berlin – blieb weiter qualitativ und quantitativ auf Wachstumskurs. „Dies war eine Berlinale der Musik, der großen Emotionen und großartiger Künstler. Der Groove war gut und Berlin war dieses Jahr nicht kalt sondern cool“, kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin
finden vom 5. bis zum 15. Februar 2009 statt.
   
   
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