Der Deutsche Filmpreis wird seit 1951 jährlich verliehen, und versteht sich als Kernstück der kulturellen Filmförderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Ausgezeichnungen werden in den drei Hauptkategorien Spielfilm, Dokumentarfilm und Kinderfilm sowie für 13 Einzelleistungen wie beispielsweise Regie, Drehbuch und Schauspiel vergeben. Zudem können bis zu zwei Ehrenpreise für herausragende Verdienste um den deutschen Film vergeben werden. Der Deutsche Filmpreis hat neben seinem Charakter als Auszeichnung für herausragende Leistungen, anders als andere nationale Filmpreise anderer Länder, gleichzeitig eine unterstützende Funktion. Der Hersteller eines ausgezeichneten Films erhält Preisgelder in erheblicher Höhe, die zweckgebunden für die Herstellung eines neuen Films zu verwenden sind. Es stehen Preisgelder (einschließlich der Prämien für die Nominierungen) in Höhe von 2,855 Mio. Euro zur Verfügung. Mit der Bekanntgabe der Nominierungen werden bereits 1,95 Mio. Euro vergeben. Damit ist der Deutsche Filmpreis der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.
Dieses Jahr war der rote Teppich eher ein Windkanal denn eine Flanierstrecke. Mehr als 1800 Gäste zwängten sich gut durchgepustet und abgelichtet durch den schmalen Schlauch zur Gala im Friedrichstadtpalast. Favorit war mit seinen sechs Nominierungen zwar Tom Tykwers Liebesdrama "Drei", doch gewonnen hat. die Tragikomödie "Vincent will Meer" Regisseur Ralf Huettner erzählt in seinem Roadmovie von einem Jugendlichen, der am Tourette-Syndrom leidet. Der Film "Poll" ist mit vier Auszeichnungen der Gewinner des Abends. Regisseur Chris Kraus erhielt die Lolas für die Kamera, das Szenenbild und das Kostümbild. Richy Müller bekam die vierte Lola als bester Nebendarsteller. Bester Kinderfilm ist "Chandani und ihr Elefant " von Arne Birkenstock,. Der Film handelt von der 16-jährige Chandani aus Sri Lanka, die eine Elefantenführerin werden will.
Die Lolas
des DEUTSCHEN FILMPREISES 2011 sind:
Programmfüllende
Spielfilme
ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND Bester Spielfilm in Silber DREI
DER GANZ GROßE TRAUM
GOETHE! VINCENT WILL MEER Bester Spielfilm in Gold WER WENN NICHT WIR Bester Spielfilm in Bronze
Programmfüllende Dokumentarfilme
WER WENN NICHT WIR PINA
Programmfüllende Kinder- und Jugendfilme
HEXE LILLI,
DER DRACHE UND DAS MAGISCHE BUCH Regie:
Stefan Ruzowitzky CHANDANI UND IHR ELEFANT
Bestes Drehbuch
Miraz Bezar MIN DÎT – DIE KINDER VON DIYARBAKIR
Florian David Fitz VINCENT WILL MEER Nesrin Samdereli, Yasemin Samdereli ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND
Beste Regie
Florian Cossen DAS LIED IN MIR Tom Tykwer DREI Wim Wenders PINA
Beste darstellerische Leistung – weibliche
Hauptrolle
Bernadette Heerwagen DIE KOMMENDEN TAGE
Lena Lauzemis WER WENN NICHT WIR Sophie Rois DREI
Beste darstellerische Leistung – männliche
Hauptrolle
August Diehl WER WENN NICHT WIR
Alexander Fehling GOETHE! Florian David Fitz VINCENT WILL MEER
Beste darstellerische Leistung – weibliche
Nebenrolle
Meret Becker BOXHAGENER PLATZ
Katharina Müller-Elmau VINCENT WILL MEER Beatriz Spelzini DAS LIED IN MIR
Beste darstellerische Leistung – männliche
Nebenrolle
Vedat Erincin SHAHADA
Heino Ferch VINCENT WILL MEER Richy Müller POLL
Beste Kamera / Bildgestaltung
Matthias Fleischer DAS LIED IN MIR Daniela Knapp POLL Martin Langer DER GANZ GROßE TRAUM
Bester Schnitt
Mathilde Bonnefoy DREI Ueli Christen WIR SIND DIE NACHT
Hansjörg Weißbrich WER WENN NICHT WIR
Bestes Szenenbild
Silke Buhr POLL Christian M. Goldbeck WER WENN NICHT WIR
Udo Kramer GOETHE!
Bestes Kostümbild
Monika Jacobs DER GANZ GROßE TRAUM
Thomas Oláh JUD SÜß – FILM OHNE GEWISSEN Gioia Raspé POLL
Bestes Maskenbild
Kitty Kratschke, Heike Merker GOETHE! Björn Rehbein JUD SÜß – FILM OHNE GEWISSEN
Susana Sánchez POLL
Beste Filmmusik
Matthias Klein DAS LIED IN MIR Heiko Maile WIR SIND DIE NACHT
Tom Tykwer, Johnny Klimek, Reinhold Heil,
Gabriel Isaac Mounsey
DREI
Beste Tongestaltung
Manfred Banach, Christian Conrad,
Tschangis Chahrokh
JERRY COTTON Ansgar Frerich, Sabine Panossian,
Niklas Kammertöns
PIANOMANIA Frank Kruse, Matthias Lempert, Arno Wilms DREI