Queer Cinema-Pionierin Barbara Hammer (1939–2019) fing mit 27 an, Filme zu machen und hatte mit Anfang 30 ihr lesbisches Coming-out: "My life has been lived in film." Die schiere Fülle an Filmmaterial ihres Lebens ist auch der Stoff von BARBARA FOREVER, Brydie O'Connors Langfilmdebüt, dem die Mammutaufgabe gelingt, der schillernd-charismatischen Persönlichkeit gerecht zu werden: Vorreiterin lesbisch-queerer Selbstrepräsentation "in a world where we are invisible", verführerische Liebhaberin, experimentier- wie risikofreudige Filmemacherin. Über allem: der Lebenshunger.
Entlang ihrer Filme, darunter DYKETACTICS (1974), AUDIENCE (1982) und NITRATE KISSES (1992), erstmalig zu sehendem Archivmate- rial, Barbaras Erzählstimme und mit Lebenspartnerin Florrie Burke als weiterem Zentrum wird Lebenszeitlichkeit selbst gequeert: viel Sex und Intimität, die Theorie des cinema of touch, der Wunsch nach künstlerischer Anerkennung, die Beziehung zur Mutter in der Im- migranten-Familie und die Mission, weiterzugeben und zu teilen, was Film vermag, nicht zu- letzt angesichts ihrer Krankheit und ihres Sterbens. Fans, Neu- und Wiedereinsteiger*innen gleichermaßen: Lasst euch von der Dyke-Poesie berühren! (Berlinale Forum, Gaby Babić |
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