Berlin,
 
HILDEGARD KNEF
(Hildegard Frieda Albertine Knef)



Am 1. Februar 2002 ist Hildegard Knef gestorben

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit würdigte die Künstlerin als "wunderbare Botschafterin" Berlins. "Wir werden Hildegard Knef vermissen - ihre rauchige Stimme, ihre großen Augen, die immer ein wenig erstaunt auf diese Welt blickten"
Der Spiegel bezeichnete sie als "Deutschlands letzte Diva": Hildegard Knefs Stimme kennt man auf der ganzen Welt, die Titelzeilen ihrer Hits wie "Von nun an ging's Bergab" oder "Für mich soll's rote Rosen regnen" sind längst zu geflügelten Worten geworden.

  
Das Leben...

Die am 28. Dezember 1925 in Ulm geborene Hildegard Knef gilt als eine der bedeutendsten deutschen Schauspielerinnen der Nachkriegszeit. Ihren künstlerischen Durchbruch hatte sie mit dem ersten deutschen Nachkriegsfilm "Die Mörder sind unter uns", einer Abrechnung mit dem Nationalsozialismus. Zu einem Skandal wurde 1951 ihr Auftritt in dem Film "Die Sünderin", in dem sie wenige Sekunden nackt zu sehen war. Ihr Bild in der Öffentlichkeit wurde über Jahre von dieser kurzen Szene geprägt. Enttäuscht kehrte sie Deutschland den Rücken zu und wanderte in die USA aus.
x Als man von ihr verlangt, einen neutralen Künstlernamen und als Herkunftsland Österreich anzunehmen, verzichtet Hildegard Knef allerdings auf die Hollywood-Karriere und übernimmt die Rolle der Ninotschka im Broadway-Musical "Silk Stockings".
Die Show wird ein überwältigender Erfolg. Ella Fitzgerald lobt sie als "die beste Sängerin ohne Stimme, die ich kenne".

Im August 1962 veröffentlichte sie ihr erstes Album: So oder so ist das Leben (Decca), was als Motto für alle nachfolgenden Singles und ihre zehn Alben gelten kann. Ab da beginnt Hildegard Knef mit großem Erfolg eine zweite Karriere als Chansonsängerin .

1975 veröffentlicht sie ihre Autobiographie "Der geschenkte Gaul", die als internationaler Bestseller großen Erfolg hat, in 17 Sprachen übersetzt wird und auch bei der Kritik als literarisches Werk gewürdigt wird.
Im Jahr 1977 erhielt sie den Deutscher Filmpreis Honorary Award für ihre Lebensleistung.
Mitte der 90er Jahre gelingt der 70jährigen Sängerin ein viel beachtetes Comeback mit dem Album "17 Millimeter", das der Jazztrompeter Till Brönner produzierte.

Hilde - das Buch von Paul von Schell

Vom Henschel- Verlag liegt seit Anfang des Jahres ein opulente Bildband vor. Das Buch ist voll mit zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos aus den Jahren 1925 bis 2002 und biographischen Notizen. Veröffentlicht worden sind die Kostbarkeiten von Witwer Paul von Schell knapp ein Jahr nach dem Tod der großen Schauspielerin und Sängerin.
Paul von Schell war seit 1976 mit Hildegard Knef, 'seiner Hilde', verheiratet. Er beschreibt die Schauspielerin, die mit Curd Jürgens, Hardy Krüger und vielen anderen vor der Kamera stand, daneben wird aber auch die große Musical- und Chansonsängerin gewürdigt.
"Diese Bilder helfen mir, mich mit meiner Zukunft abzufinden", sagt von Schell zu dieser Sammlung, die nicht nur Fans begeistern wird.

Paul von Schell: "Hilde".
Henschel Verlag 2003, ISBN 3-89487-450-3, 29,90 Euro
Gebundene Ausgabe - 224 Seiten
Erscheinungsdatum: Januar 2003

BERLINALE EHRT HILDEGARD KNEF

x Dieter Kosslick, Festivaldirektor der Berlinale, anlässlich der Nachricht über Hildegard Knefs Tod:

"Hildegard Knef ist einer der großen Weltstars, die Deutschland hervorbrachte; eine sperrige Künstlerin, über Generationen hinweg - vielseitig, provokativ und unverwechselbar. Die Knef konnte man auch ohne sie zu sehen erkennen.

Ihre Stimme ist jedem bekannt. Und wenn sie über Kunst und die Welt sprach, erlebte man eine sensible, reflektierende und immer neugierige Frau. Ein richtiger Star, und eine wahre Berlinerin. Die Filmgemeinde trauert um sie."

Filmografie

1945: Unter den Brücken
1945: Fahrt ins Glück
1946: Die Mörder sind unter uns
1947: Film ohne Titel
1947: Zwischen gestern und morgen
1951-01-18: Die Sünderin
1951: Nachts auf den Straßen
1951: Es geschehen noch Wunder
1951: Entscheidung vor Morgengrauen
1952: Schnee am Kilimandscharo
1952: (Night Without Sleep)
1952: Illusion in Moll
1952: Diplomatic Courier
1952: Alraune
1953: Gefährlicher Urlaub
1954: Eine Liebesgeschichte
1954: Geständnis unter vier Augen
1955: Svengali
1955: La Fête à Henriette
1958: Madeleine und der Legionär
1959: Der Mann, der sich verkaufte
1959: La Fille de Hambourg
1960: Die Furchtlosen von Parma
1962: Lulu
1962: Landru
1962: Hipnosis
1962: Die Dreigroschenoper
1963-10-24: Katharina von Russland
1963: Das Große Liebesspiel
1964: Wartezimmer zum Jenseits
1964: Verdammt zur Sünde
1964: Gibraltar
1965: Blonde Fracht für Sansibar
1968: Bestien lauern vor Caracas
1975: Jeder stirbt für sich allein
1978: Fedora
1980: Warum die UFOs unseren Salat klauen
1984: Flügel und Fesseln
1989: Witchery

Hilde
Meine Liebeserklärnung an Hildegard Knef. von Paul von Schell
Preis: EUR 29,90
Versandfertig in 24 Stunden. Gebundene Ausgabe - 224 Seiten - Henschel Verlag Erscheinungsdatum: Januar 2003
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