Berlin,

DIE LÖWEN VON VENEDIG


 
 
Die Preisträger der
63. Filmfestspiele in Venedig


Der chinesische Regisseur Jia Zhang-Ke hat beim Filmfestival in Venedig den Goldenen Löwen für seinen Film «Sanxia Haoren (Still Life)» gewonnen. Darin erzählt er das Schicksal mehrere Anwohner beim umstrittenen Bau des Drei- Schluchten-Staudamms am Jangtse Fluss in China. «Sanxia Haoren (Still Life)», der es in letzter Sekunde in die Auswahl der Wettbewerbsbeiträge geschafft hat, gilt bei den Kritikern als Überraschungssieger.
US-Schauspieler Affleck wurde für seine Hauptrolle in dem Film "Hollywoodland" ausgezeichnet. Darin spielt er den ersten "Superman"-Darsteller George Reeves, der 1959 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Die britische Schauspielerin Helen Mirren wurde für ihre Rolle in "The Queen" von Stephen Frears als beste Darstellerin geehrt.
22 Filme waren diesmal im Wettbewerb zu sehen. Jedoch war auch dieses Jahr kein deutscher Film dabei. Vor über 20 Jahre gewann ein deutscher Regisseur den Goldenen Löwen : 1982 Wim Wenders mit «Der Stand der Dinge».
Die Kritiker waren alles andere zufrieden mit dem diesjährigen Festival. Erschwerend kommt  für das Festival am Lido hinzu, das es zwar das weltweit älteste neben Berlin und Cannes ist, aber ab diesem Jahr Konkurrenz im eigenen Lande bekommt. Mitte Oktober (14.-21.) startet Rom erstmals das «Festa del Cinema»

«The Queen» «Nuovomondo» «L'intouchable»


Die internationale Jury der 63. Filmfestspiele von Venedig
unter Vorsitz der französischen Schauspielerin Catherine Deneuve
hat folgende Preise vergeben:

 

Goldener Löwe für den besten Film: «Sanxia Haoren (Still Life)» von Jia Zhang-Ke

Großer Preis der Jury: «Daratt» von Mahamat Saleh Haroun

Silberner Löwe: «Private Fears in Public Places» von Alain Resnais

Silberner Löwe für die größte Entdeckung: «Nuovomondo» von Emanuele Crialese

«Coppa Volpi» für den besten Schauspieler: Ben Affleck in «Hollywoodland» von Allen Coulter

«Coppa Volpi» für die beste Schauspielerin: Helen Mirren in «The Queen» von Stephen Frears

Marcello-Mastroianni-Preis für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung:
Isild Le Besco in «L'intouchable» von Benoît Jacquot

«Special Lion» für Jean-Marie Straub und Danièle Huillet

 

 

 
 
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