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Die Preisträger des
59. Internationalen
Filmfestivals von Locarno
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Für den neuen Leiter Frederic Maire war es sein erstes Festival. Er
geriet auch gleich in die Kritik, wegen des qualitativ ungenügenden Wettbewerbsprogrammes.
Auch in dem neuen Wettbewerb "Cineasten
der Gegenwart", gab es anscheinend kaum herausragende Werke. Das kleine Festival
ist in diesem Jahr noch etwas kleiner geworden.
Frédéric Maire hatte die Gesamtzahl der Beiträge
von rund 250 Filmen im Vorjahr auf nur noch 170 gekürzt.
Für die deutsche Filmbranche war das 59. Festival in Locarno jedoch ein
voller Erfolg, ist sie doch an drei der vergebenen Leoparden beteiligt.
Eine Tradition ist natürlich beibehalten worden. Abends auf der Piazza gab es
wieder Filme zu sehen. Von einer anderen mussten die Besucher Abschied nehmen:
Das Grand Hotel, in dem das Festival 1946 begonnen hatte, wurde Ende 2005 in
Wohnungen umgewandelt.
Die Internationale Jury des 59. Internationalen Filmfestivals von Locarno: Ann
Hui, Regisseurin (China) – Präsidentin Edo Bertoglio, Fotograf und Regisseur
(Schweiz) Antonio Capuano, Regisseur (Italien) Peter Rommel, Produzent (Deutschland)
Nobuhiro Suwa, Regisseur (Japan) verleiht die folgenden Preise:
INTERNATIONALER WETTBEWERB
GOLDENER LEOPARD
Grosser Preis des Festivals und Grosser Preis der Stadt und Region Locarno (90'000
CHF
aufgeteilt auf Regisseur und Produzent) für den besten Film:
DAS FRÄULEIN von Andrea Staka – Schweiz/Deutschland
SPEZIALPREIS DER JURY
Preis der Städte Ascona und Losone (30'000 CHF aufgeteilt auf Regisseur
und Produzent) für den
Film, der den Gedanken der Verständigung zwischen den Völkern und den
Kulturen am stärksten
zum Ausdruck bringt:
HALF NELSON von Ryan Fleck – USA
PREIS FÜR DIE BESTE REGIE
Preis der Stadt und Region Locarno (30'000 CHF aufgeteilt auf Regisseur
und Produzent) für die
beste Regie:
LAURENT ACHARDFür den Film:
LE DERNIER DES FOUS – Frankreich/Belgien
LEOPARD für die Beste Darstellerin:
AMBER TAMBLYNFür den Film:
STEPHANIE DALEY von Hilary Brougher – USA
LEOPARD für den Besten Darsteller:
BURGHART KLAUSSNER
Für den Film:
DER MANN VON DER BOTSCHAFT von Dito Tsintsadze – Deutschland
Besondere Erwähnung:
BODY RICE von Hugo Vieira da Silva – Portugal
Für seine anregende und orginelle kinematografische Ausdruckskraft und seinen
kreativen Mut.
WETTBEWERB CINEASTEN DER GEGENWART Die Jury Cineasten der Gegenwart
Der Preis geht an:
VERFOLGT von Angelina Maccarone – Deutschland Für die Subtilität,
grosse Sensibilität und Intelligenz, mit der sie die Komplexität menschlicher
Beziehungen aufdeckt.