Vom 18. Mai bis 31. Mai 2011 präsentiert sich das 17. JÜDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM mit einem Programm aus Deutschland, Israel und der ganzen Welt. Die Schirmherrschaft hat Matthias Platzek (Ministerpräsident des Landes Brandenburg) übernommen. Als Festivalpaten konnten in diesem Jahr Schauspielerin Iris Berben und Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gewonnen werden. Anders als gewohnt eröffnet das 17. JÜDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM 2011 nicht in Berlin, sondern im Filmmuseum Potsdam am 18. Mai. Die traditionelle Festivalgala findet in diesem Jahr am 22. Mai, im renommierten Hans Otto Theater in Potsdam statt und stellt mit Patrick McGrady’s Dokumentation WAGNER & ME den musikalischen und zugleich kontroversesten Höhepunkt des Festivals dar.
In WAGNER & ME ergründet der beliebte britische Schauspieler, Moderator und Autor Stephen Fry seine Leidenschaft zur Musik Richard Wagners. Obwohl Fry jüdisch ist und Mitglieder seiner Familie im Holocaust ermordet wurden, liebt er die Musik von Richard Wagner über alle Maßen - wohl wissend, dass auch Adolf Hitler Wagner abgöttisch verehrte. Fry untersucht in Patrick McGrady’s Dokumentation vor und hinter den Kulissen der Bayreuther Festspiele die (Ab-) Gründe seiner Faszination und Ambivalenz. Richard Wagner (1813-1883) ist bis heute wegen seiner antisemitischen Haltung und seiner Beliebtheit bei den Nationalsozialisten sehr umstritten. Auch wenn Konzerte mit Wagners Werken in Israel immer noch problematisch sind, wird dieses Jahr erstmalig das Israelische Kammerorchester in der Stadthalle Bayreuth Wagner spielen. Am 23. Mai geht das 17. JÜDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM zum Potsdamer Platz zurück: bis zum 31. Mai bietet die altbewährte Spielstätte, das Arsenal Kino, dem Festival wieder ein Zuhause.
MIRA STROIKA
PROTEKTOR
The Infidel
Die 17. Ausgabe des traditionsreichen Festivals bringt ein Programm von 24 Filmen (Spielfilme, Dokumentar- und Kurzfilme) aus den USA, Israel, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Tschechien und Österreich in die Hauptstadt. Darunter sind zwölf Deutschland-Premieren und sechs Berliner Uraufführungen. In diesem Jahr sind die Dokumentarfilme sehr stark vertreten. Es ist ein Allgemeinplatz, dass wahre Geschichten häufig unglaublicher sind, als die Fiktion.
So wird der Grand Seigneur des israelischen Films, Dan Wolman, nach Berlin kommen um seinen Dokumentarfilm SPOKEN WITH LOVE und seinen neuen Spielfilm GEI ONI vorzustellen. Zum 50. Jahrestag des Eichmann Prozesses in Jerusalem wird neben dem eindrucksvollen THE HANGMAN (von Netalie Braun) das deutsche Doku- Drama EICHMANNS ENDE (mit Herbert Knaup als Adolf Eichmann, Regie: Raymond Ley) gezeigt. In MY CHAMPION erzählen Ari Dvidovich und Gideon Boaz von dem „Boxing Champion of Israel“ Merhav Mohar.
Was in keinem Festivaljahrgang fehlen darf, ist der weltberühmte jüdische Humor. 2008, zum 60. Jahrestag des Staates Israel, eröffnete das JÜDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM mit der israelischen TV Serie AVODA ARAVIT – ARAB LABOR. Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt drei ganz neue Folgen aus der zweiten Staffel der Erfolgsserie zeigen können. Ebenfalls gezeigt wird die israelische Version der britischen TV Serie „The Office“. Das Büro als Mikrokosmos der aufgeregten, multikulturellen israelischen Gesellschaft, in der es um Politik, Krieg, Wahrheit, Liebe, Leid, Neid und Hoffnung geht.
Gezeigt wird ein Kaleidoskop der israelischen Gesellschaft und die Serie schreckt wirklich vor keinem Tabu zurück. Und - last but not least - entdeckt in THE INFIDEL (Regie: Josh Appignanesi) ein in London lebender muslimischer Familienvater seine jüdischen Wurzeln – einerseits herrlich komisch inszeniert, andererseits dramatisch aktuell.
17. JÜDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM 2011
18. Mai - 21.Mai Filmmuseum Potsdam
22. Mai Festivalgala im Hans Otto Theater Potsdam
Für die Gala steht ein kleines Kontingent an Kaufkarten zur Verfügung
(Kartenservice des Hans-Otto Theater: 0331-98118)