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    Festival de Cannes du 13 au 24 mai 2009
  Goldene Palme in Cannes für "Das weiße Band"
 
Auf den 62. Filmfestspielen in Cannes hat der Film "Das weiße Band" des österreichischen Regisseurs Michael Haneke die Goldene Palme gewonnen. Bester Hauptdarsteller wurde der in Österreich geborene Christoph Waltz für seine Leistung in "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino. Als beste weibliche Darstellerin wurde Charlotte Gainsbourg für ihre Rolle in "Antichrist" von Lars von Trier ausgezeichnet. Der Große Preis der Jury ging an den Franzosen Jacques Audiard für das Gefängnisdrama "Un Prophet".


"Das weiße Band" gewann auch den Preis des Verbands der internationalen Filmkritiker FIPRESCI. Die Kritiker aus verschiedenen Ländern zeichneten das Werk des Österreichers mit dem "International Critics' Prize" aus. Haneke erzählt die Geschehnisse in einem Dorf vor Beginn des Ersten Weltkriegs.Außerdem erhielt der Film eine lobende Erwähnung der ökumenischen Jury des Festivals. Mit der Jelinek-Verfilmung "Klavierspielerin" war Haneke 2001 in Cannes bereits mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden, für "Caché" 2005 mit dem Regiepreis.

DAS WEISSE BAND - EINE DEUTSCHE KINDERGESCHICHTE_1 DAS WEISSE BAND - EINE DEUTSCHE KINDERGESCHICHTE_2
  DAS WEISSE BAND - EINE DEUTSCHE KINDERGESCHICHTE  


Der Hauptpreis der ökumenischen Jury ging an das Sozialdrama "Looking for Eric" des britischen Regisseurs Ken Loach. Der Österreicher Rainer Frimmel und die gebürtige Südtirolerin Tizza Covi wurden für ihr Werk "La Pivellina" mit dem Europa Cinema Prize ausgezeichnet.

Weitere Preise gingen an den Debütfilm des kanadischen Regisseurs Xaviers Dolan "I Killed My Mother", das Sozialdrama "Adieu Gary", den irakischen Beitrag "Whisper with the Wind" sowie den griechischen Beitrag "Kynodontas" (Dogtooth) von Yorgos Lanthimos.

Den Preis der Jury teilen sich zu gleichen Teilen die Britin Andrea Arnold "Fish Tank" und der Südkoreaner Park Chan-wook ("Thirst"/Durst). Nach der Preisvergabe lief zum Abschluss des Festivals der Film "Coco Chanel und Igor Stravinsky" über die Beziehung zwischen der Modeschöpferin und dem Komponisten.


Die Preisträger von Cannes 2009

  Palme d'Or DAS WEISSE BAND (THE WHITE RIBBON) directed by Michael HANEKE
  Grand Prix UN PROPHÈTE (A PROPHET) directed by Jacques AUDIARD

  Award for Best Director Brillante MENDOZA for KINATAY
  Award for Best Screenplay LOU Ye for CHUN FENG CHEN ZUI DE YE WAN (Spring Fever)
  Award for Best Actress Charlott GAINSBOURG in ANTICHRIST directed by Lars VON TRIER
  Award for Best Actor Christoph WALTZ in INGLOURIOUS BASTERDS directed by Quentin TARANTINO

  Jury Prize Ex-aequo FISH TANK directed by Andrea ARNOLD BAK-JWI (THIRST) directed by PARK Chan-Wook
  Vulcain Prize for an artist technician, awarded by the C.S.T.
    MAP OF THE SOUNDS OF TOKYO directed by Isabel COIXET
  Lifetime achievement award for his work LES HERBES FOLLES (WILD GRASS) directed by Alain RESNAIS



Auf den 62. Filmfestspielen in Cannes vom 13. bis zum 24. Mai. waren dieses Jahr 20 Filme im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten. Um die Gunst der Goldenen Palme bewarben sich unter anderem die Regisseure Quentin Tarantino, Lars von Trier, Pedro Almodovar und Ang Lee. Ein deutscher Beitrag war dieses Jahr nicht im Wettbewerb dabei. Erstmals wurde zum Start ein 3-D-Animationsfilm gezeigt, "Up" aus dem Hause der Disney-Tochter Pixar. Der Schwerpunkt des Programms im Wettbewerb liegt auf Filmen von europäischen und asiatischen Autorenfilmern. Jury-Präsidentin war die französische Schauspielerin Isabelle Huppert.
   
Liste der Wettbewerbsfilme:

"Los abrazos rotos" - Pedro Almodovar (Spanien)
"Fish Tank" - Andrea Arnold (Großbritannien)
"Un prophete" - Jacques Audiard (Frankreich)
"Vincere" - Marco Bellocchio (Italien)
"Bright Star" - Jane Campion (Neuseeland)
"Map of the Sounds of Tokyo" - Isabel Coixet (Spanien)
"A l'origine" - Xavier Giannoli (Frankreich)
"Das weiße Band" - Michael Haneke (Österreich)
"Taking Woodstock" - Ang Lee (Taiwan)
"Looking for Eric" - Ken Loach (Großbritannien)
"Chun Feng Chen Zui De Ye Wan" - Lou Ye (China)
"Kinatay" - Brillante Mendoza (Philippinen)
"Enter the Void" - Gaspar Noe (Frankreich)
"Bak-Jwi" - Park Chan-wook (Südkorea)
"Les herbes folles" - Alain Resnais (Frankreich)
"The Time That Remains" - Elia Suleiman (Israel)
"Inglourious Basterds" - Quentin Tarantino (USA)
"Vengeance" - Johnnie To (China)
"Visage" - Tsai Ming-liang (Malaysia)
"Antichrist" - Lars von Trier (Dänemark)
 
 
 
 Los abrazos rotos  Antichrist  Bak-Jwi  Enter the Void

 
   
 
 
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