DER
JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA von Mark Herman nach dem Roman
von John Boyne wird am 03. Mai 2009 das 15. JEWISH FILM FESTIVAL
BERLIN als festliche Deutschlandpremiere im Berliner Delphi
Palast eröffnen. Das Berliner Programm des diesjährig bundesweiten
JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN findet zwischen dem 03. und 14.
Mai 2009 statt (3. Mai – Eröffnung im Delphi Filmpalast,
4. – 14. Mai Kino Arsenal). Danach geht es vom 15. – 17.
Mai weiter ins Filmmuseum Potsdam. Geplant ist darüber hinaus,
mit dem Jewish Film Festival Berlin in sechs weiteren Städten
Station zu machen.
23 Filme, darunter eine Europa-Premiere
und 13 Deutschlandpremieren werden im Rahmen des 15. Jewish
Film Festival präsentiert. Neben Filmen aus Israel kommen
die Festivalbeiträge aus Frankreich, den USA, Großbritannien,
Belgien, Kasachstan, Norwegen und Deutschland.
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| THE WEEDING SONG |
HELLO GOODBYE |
PLUS TARD TU COMPRENDRAS |
Bereits zum achten Mal in seiner inzwischen
fünfzehnjährigen Geschichte findet im Rahmen des Jewish Film
Festival Berlin eine Preisverleihung statt. Gewidmet ist der
Preis dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein.
In Berlin war Klein eine "Kinolegende". Das Filmkunstkino "Capitol" in
der Dahlemer Thielallee 36 ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung
1956 zu einem beliebten Treffpunkt und zu einer Institution. Als Kinderdarsteller
hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen Berliner Familie stammend, selbst vor
der Kamera und auf der Bühne gestanden. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis.
Zusammen mit seinem Bruder gelang ihm 1939 die Flucht nach Palästina, wo er in
einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische "Teatron
Kameri" in Tel Aviv mitbegründete.
Die Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte
er nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Kino "Capitol" erhielt
er mehrere Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Der Gerhard-Klein-Publikumspreis,
gestiftet von der Familie Gerhard Kleins, ist mit 2.000 Euro dotiert. Alle BesucherInnen
des Jewish Film Festival Berlin sind eingeladen, nach der Vorführung durch das
Einwerfen einer Postkarte, die man mit dem Kauf der Eintrittskarte an der Kasse
erhält, ihren Favoriten zu benennen und damit die oder den PreisträgerIn zu bestimmen.
Vom 15. Mai bis 17. Mai findet das 15. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN
im FILMMUSEUM POTSDAM (Marstall am Lustgarten) statt.
Freitag,
15. Mai - Eröffnung Eröffnet wird das Festival um 19 Uhr mit
einer Lesung des Musikers und Schauspielers Christian Steyer.
Er liest Liebesbriefe aus "Du mein liebes Stück Heimat" von
Alexander Granach, bevor um 20 Uhr der Stummfilm SCHATTEN von
Arthur Robison aus dem Jahre 1923 mit Orgelbegleitung gezeigt
wird. Anschließend findet ein Empfang im Museumsfoyer statt.
Um 22 Uhr wird der Oscar-nominierte Animationsfilm WALTZ WITH
BASHIR aus Israel gezeigt. Regisseur, Autor und Produzent Ari
Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die
Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten
Libanonkrieges - auf fantastische und packende Art visualisiert.
Samstag,
16. Mai Um 18 Uhr stellt Felix Möller seinen Dokumentarfilm
HARLAN - IM SCHATTEN VON JUD SÜSS über den Regisseur des Propagandawerks,
Veit Harlan, vor. Neben dem Regisseur Felix Möller wird auch
Jessica Jacoby, die Enkelin Veit Harlans, anwesend sein. Eine
Einführung gibt der erfolgreiche Filmemacher Volker Schlöndorff.
Yishai Orian, Regisseur von THE BEETLE und Besitzer eines alten
Volkswagen-Käfers, verfilmte seine Leidenschaft zu dem klapprigen
Gefährt. Um 20:30 Uhr wird der Dokumentarfilm THE BEETLE nach
seiner erfolgreichen Deutschlandpremiere auf dem JEWISH FILM
FESTIVAL BERLIN nun auch in Potsdam aufgeführt. Um 22 Uhr wird
der erfolgreiche israelische Dokumentarfilm WALTZ WITH BASHIR
von Ari Folman erneut gezeigt. Sonntag,
17. Mai THE GIFT TO STALIN
erzählt von einem jüdischen Jungen, ein Opfer von Stalins ethnischen
Deportationen, der von einem muslimischen Eisenbahnarbeiter gerettet
wird. Um 18 Uhr wird der rührende Spielfilm von Regisseur Rustem
Abdrashitov gezeigt. Mit der Aufführung von YOLKI, PALKI um 20
Uhr endet das 15. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN in Potsdam. Mit
viel Humor, Witz und Intelligenz erzählt Regisseur Alexander
Gentelev in einer beeindruckenden Dokumentation über russische
Emigranten in Israel.
Delphi Filmpalast
Kantstraße, Ecke Fasanenstraße direkt neben dem Theater des Westens
U-Bhf und S-Bhf Zoologischer Garten: U2, U9, U12, S3, S5, S7,
S9, S75
Bus 100, 109, 145, 146, 149, 245, N5, N9, N10, N21, N26,
N27, N29, N45, N46, N48, N52, N76
Tel.
030/312 10 26
http://www.delphi-filmpalast.de
Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2 D-10785 Berlin
U-Bahn / S-Bahn Potsdamer Platz
Telefon +49-30-26955-100
http://www.arsenal-berlin.de
Filmmuseum Potsdam
Filmmuseum Potsdam Marstall am Lustgarten (Breite Straße 1A),
14467 Potsdam
T (0049/331) 27181-0 | F (0049/331) 27181-26
Das Filmmuseum befindet sich in Potsdams historischer Mitte neben
dem entstehenden Neubau des Stadtschlosses in unmittelbarer Nähe
zum Hauptbahnhof Potsdam.
http://www.filmmuseum-potsdam.de
Die Preisträger in den drei Kategorien des 15. JEWISH FILM FESTIVAL
BERLIN:
Der mit 2.000 Euro dotierte Gerhard-Klein-Publikumspreis 2009 geht an:
The Gift to Stalin von Rustem Abdrashav
Der mit 3.000 Euro dotierte Preis für den besten Israelischen Film geht an den
Spielfilm:
Valentina´s Mother von Matti Haraari
Der Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik des
Jahres 2008, dotiert mit 2.000 Euro, geht an:
Menschliches Versagen von Michael
Verhoeven