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    15. Jewish Film Festival Berlin
   
 
Seit seiner Gründung 1995 versteht sich das Jewish Film Festival Berlin als Forum für den jüdischen Film weltweit. Es hat sich zur Aufgabe gesetzt, die neuesten und interessantesten Beiträge jüdischer internationaler Filmemacher nach Berlin zu holen und das ist den Festivalorganisatoren auch dieses Jahr wieder geglückt. Die Filme laufen überwiegend in englischer Sprache. Soweit sie in anderen außerdeutschen Sprachen gedreht sind, werden sie englische, teilweise auch deutsche Untertitel haben. Teilweise werden sie auch auf Deutsch eingesprochen.
 
DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA von Mark Herman nach dem Roman von John Boyne wird am 03. Mai 2009 das 15. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN als festliche Deutschlandpremiere im Berliner Delphi Palast eröffnen. Das Berliner Programm des diesjährig bundesweiten JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN findet zwischen dem 03. und 14. Mai 2009 statt (3. Mai – Eröffnung im Delphi Filmpalast, 4. – 14. Mai Kino Arsenal). Danach geht es vom 15. – 17. Mai weiter ins Filmmuseum Potsdam. Geplant ist darüber hinaus, mit dem Jewish Film Festival Berlin in sechs weiteren Städten Station zu machen.

23 Filme, darunter eine Europa-Premiere und 13 Deutschlandpremieren werden im Rahmen des 15. Jewish Film Festival präsentiert. Neben Filmen aus Israel kommen die Festivalbeiträge aus Frankreich, den USA, Großbritannien, Belgien, Kasachstan, Norwegen und Deutschland.

  THE WEEDING SONG   HELLO GOODBYE   PLUS TARD TU COMPRENDRAS


Bereits zum achten Mal in seiner inzwischen fünfzehnjährigen Geschichte findet im Rahmen des Jewish Film Festival Berlin eine Preisverleihung statt. Gewidmet ist der Preis dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein. In Berlin war Klein eine "Kinolegende". Das Filmkunstkino "Capitol" in der Dahlemer Thielallee 36 ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung 1956 zu einem beliebten Treffpunkt und zu einer Institution. Als Kinderdarsteller hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen Berliner Familie stammend, selbst vor der Kamera und auf der Bühne gestanden. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis. Zusammen mit seinem Bruder gelang ihm 1939 die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische "Teatron Kameri" in Tel Aviv mitbegründete.

Die Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte er nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Kino "Capitol" erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Der Gerhard-Klein-Publikumspreis, gestiftet von der Familie Gerhard Kleins, ist mit 2.000 Euro dotiert. Alle BesucherInnen des Jewish Film Festival Berlin sind eingeladen, nach der Vorführung durch das Einwerfen einer Postkarte, die man mit dem Kauf der Eintrittskarte an der Kasse erhält, ihren Favoriten zu benennen und damit die oder den PreisträgerIn zu bestimmen.


Vom 15. Mai bis 17. Mai findet das 15. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN
im FILMMUSEUM POTSDAM (Marstall am Lustgarten) statt.

Freitag, 15. Mai - Eröffnung Eröffnet wird das Festival um 19 Uhr mit einer Lesung des Musikers und Schauspielers Christian Steyer. Er liest Liebesbriefe aus "Du mein liebes Stück Heimat" von Alexander Granach, bevor um 20 Uhr der Stummfilm SCHATTEN von Arthur Robison aus dem Jahre 1923 mit Orgelbegleitung gezeigt wird. Anschließend findet ein Empfang im Museumsfoyer statt. Um 22 Uhr wird der Oscar-nominierte Animationsfilm WALTZ WITH BASHIR aus Israel gezeigt. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges - auf fantastische und packende Art visualisiert. Samstag,

16. Mai Um 18 Uhr stellt Felix Möller seinen Dokumentarfilm HARLAN - IM SCHATTEN VON JUD SÜSS über den Regisseur des Propagandawerks, Veit Harlan, vor. Neben dem Regisseur Felix Möller wird auch Jessica Jacoby, die Enkelin Veit Harlans, anwesend sein. Eine Einführung gibt der erfolgreiche Filmemacher Volker Schlöndorff. Yishai Orian, Regisseur von THE BEETLE und Besitzer eines alten Volkswagen-Käfers, verfilmte seine Leidenschaft zu dem klapprigen Gefährt. Um 20:30 Uhr wird der Dokumentarfilm THE BEETLE nach seiner erfolgreichen Deutschlandpremiere auf dem JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN nun auch in Potsdam aufgeführt. Um 22 Uhr wird der erfolgreiche israelische Dokumentarfilm WALTZ WITH BASHIR von Ari Folman erneut gezeigt. Sonntag,

17. Mai THE GIFT TO STALIN erzählt von einem jüdischen Jungen, ein Opfer von Stalins ethnischen Deportationen, der von einem muslimischen Eisenbahnarbeiter gerettet wird. Um 18 Uhr wird der rührende Spielfilm von Regisseur Rustem Abdrashitov gezeigt. Mit der Aufführung von YOLKI, PALKI um 20 Uhr endet das 15. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN in Potsdam. Mit viel Humor, Witz und Intelligenz erzählt Regisseur Alexander Gentelev in einer beeindruckenden Dokumentation über russische Emigranten in Israel.


Delphi Filmpalast
Kantstraße, Ecke Fasanenstraße direkt neben dem Theater des Westens
U-Bhf und S-Bhf Zoologischer Garten: U2, U9, U12, S3, S5, S7, S9, S75
Bus 100, 109, 145, 146, 149, 245, N5, N9, N10, N21, N26, N27, N29, N45, N46, N48, N52, N76
Tel. 030/312 10 26
http://www.delphi-filmpalast.de

Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2 D-10785 Berlin
U-Bahn / S-Bahn Potsdamer Platz
Telefon +49-30-26955-100
http://www.arsenal-berlin.de

Filmmuseum Potsdam
Filmmuseum Potsdam Marstall am Lustgarten (Breite Straße 1A), 14467 Potsdam
T (0049/331) 27181-0 | F (0049/331) 27181-26
Das Filmmuseum befindet sich in Potsdams historischer Mitte neben dem entstehenden Neubau des Stadtschlosses in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof Potsdam.
http://www.filmmuseum-potsdam.de

Die Preisträger in den drei Kategorien des 15. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN:

Der mit 2.000 Euro dotierte Gerhard-Klein-Publikumspreis 2009 geht an:
The Gift to Stalin von Rustem Abdrashav
Der mit 3.000 Euro dotierte Preis für den besten Israelischen Film geht an den Spielfilm:
Valentina´s Mother von Matti Haraari
Der Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik des Jahres 2008, dotiert mit 2.000 Euro, geht an: Menschliches Versagen von Michael Verhoeven
 

     
 
   
 
http://www.jffb.de/
   
Auf der Suche nach dem Menschlichen  Von Thomas Steiger    Tagesspiegel
Roter Teppich für das Jewish Film Festival Montag, Von Anja Popovic   Berliner Morgenpost
Es waren alle   Von Christina Tilmann    Tagesspiegel
   
     
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