MEANSMOVIE Filmmagazin aus Berlin  
MMEANSMOVIE Filmmagazin Berlin ©     6.Jahrgang Februar/07  SUPPORT YOUR LOCAL CINEMA
 
 
    Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/1990
  Ausstellung vom 1. Mai bis 9. November 2009
 
Welche Bilder bewahren die Deutschen zu Hause als private Erinnerung an die Revolution und den Mauerfall auf? Welche Bilder vom 9. November 1989 gingen in der internationalen Fernsehberichterstattung um die Welt? Und welche Bilder suchten und fanden deutsche Dokumentarfilmer für diese Zeit? Die Ausstellung „Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/90“, die vom 1. Mai bis 9. November 2009 im Museum für Film und Fernsehen gezeigt wird, führt anhand von Foto, Film und Fernsehen den Bilderreichtum der Zeitenwende vom Mai 1989 bis Dezember 1990 vor Augen.
 
Erster Bereich und Schwerpunkt der Ausstellung sind Filme und Fotos von Privatpersonen, die auf vielfältige und sehr persönliche Weise die historischen Ereignisse und ihre Auswirkungen auf den Alltag des Einzelnen in Ost und West sichtbar machen. Jeder, der seine Erlebnisse auf Film, Video oder Fotografien gebannt hat, war aufgerufen, sich zu beteiligen. Das daraus entstandene Bild der Zeit zwischen dem 1. Mai 1989, der letzten Maikundgebung der DDR, und dem 2. Dezember 1990, dem Tag der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl, gleicht einem Mosaik aus vielen Einzelteilen. Es erweitert und bereichert den aus den Medien bekannten Bilder- und Themenkanon.

Der zweite Bereich thematisiert die Fernsehberichterstattung. In einer Videoinstallation präsentiert Ulrich Wickert, 1989 selbst ARD-Korrespondent in Paris, die Reportagen von vier prominenten Kollegen aus Paris, London, New York und Moskau. In Interviews, die für die Ausstellung Anfang 2009 gedreht wurden, erinnern sich die vier Journalisten aus den Ländern der Alliierten des Zweiten Weltkriegs an die Umstände der damaligen Berichterstattung, an die Stimmung in Politik und Medien ihrer Länder und an die eigenen Einschätzungen und Gefühle.

   
Quelle: Deutsche Kinemathek


Der dritte Bereich der Ausstellung versammelt Ausschnitte aus ost- und westdeutschen Dokumentarfilmen, die in der politischen Umbruchphase entstanden sind. Filmemacher wie Thomas Heise, Volker Koepp, Helke Misselwitz oder Ulrike Ottinger reflektieren mit ihren Bildern die Geschehnisse auf unterschiedliche Weise. Auch hier ergänzen persönliche Geschichten das Material: Die Regisseure geben Auskunft über den Entstehungsprozess ihrer Filme.

Die Sammlung der privaten Filme und Fotos wird in einer Datenbank auch nach der Ausstellung mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten dauerhaft im Internet erhalten bleiben. Eine von den Kuratoren getroffene Auswahl der Exponate aus dem ersten Bereich der Ausstellung wird in digitaler Form als Wanderausstellung angeboten und kann aus den Beständen der Datenbank www.wir-waren-so-frei.de ergänzt werden.

Das Projekt entsteht in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.



Filmhaus Potsdamer Str. 2 10785 Berlin
www. deutsche-kinemathek.de

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr Donnerstag: 10–20 Uhr Montags geschlossen

Adresse Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Potsdamer Straße 2 10785 Berlin

U-Bahn Linie U2 bis Potsdamer Platz
S-Bahn Linien S1, S2, S25 bis Potsdamer Platz
Bus Linien 148, 200, M 41 Potsdamer Platz, Varian-Fry-Straße
 

     
 
   
 
http://www.deutsche-kinemathek.de/
   
https://www.wir-waren-so-frei.de/
 
   
     
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