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B e r l i n a l e |
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CASTING
A SHADOW.
ALFRED HITCHCOCK UND SEINE WERKSTATT
Sonderausstellung der Deutschen Kinemathek
Museum für Film und Fernsehen |
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Als
einzige Europastation zeigt Berlin die Ausstellung «Casting
A Shadow. Alfred Hitchcock und seine Werkstatt». Mehr
als 200 Exponate geben detaillierte Einblicke in die
Arbeitsweise des legendären Filmemachers und seiner engsten
Mitarbeiter. Zu sehen sind Zeichnungen und Storyboards,
Kostüme, Drehbuchseiten und Korrespondenzen. Es gibt
Tonaufnahmen von Drehbuchbesprechungen sowie Filmausschnitte
und Interviews.
Erwartungen
des Publikums an einen „Alfred-Hitchcock-Film“
Alfred Hitchcock präsentierte sich stets
als alleiniger Autor seiner Filme, und das Publikum konnte
den Eindruck gewinnen, dass jedes noch so kleine gestalterische
Detail darin seiner visionären Kreativität entstammte.
Tatsächlich jedoch war Hitchcock ein sehr teamorientierter
Künstler, der intensiv mit Schauspielern, Produzenten,
Kameraleuten, Drehbuchautoren, Kostümbildnern, Production
Designern und Komponisten zusammenarbeitete, um den Erwartungen
des Publikums an einen „Alfred-Hitchcock-Film“ gerecht
zu werden. Er selbst beschrieb die Entstehung seiner
Filme als einen längeren Prozess, der aus „Gesprächen,
Auseinandersetzungen, spontanen Vorschlägen, zufällig
sich ergebendem Austausch und heftigen intellektuellen
Debatten“ bestand. Alfred Hitchcock, der nur wenige Jahre
nach der Erfindung des Films am 13. August 1899 in der
Nähe von London geboren wurde, drehte im Verlauf von
sechs Jahrzehnten 53 Filme.
Mühelos
vollzog er den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm. Sein
OEuvre schöpft die gesamte Spanne der Möglichkeiten aus,
die das Medium Film über die Jahre bot. Indem er immer
aufs Neue technische und künstlerische Wagnisse einging,
blieb er bis ins hohe Alter innovativ und wirkte stilbildend
für Generationen von Filmemachern. Hitchcocks Filme sind
Ausdruck seiner persönlichen Vision; diese Vision war
jedoch zugleich eine kollektive – eine Vision, die der
Regisseur und seine Mitarbeiter gemeinsam entwickelten.
In diesem Arbeitsprozess entstand eine individuelle künstlerische
Handschrift – der „Hitchcock-Stil“.
Nach einem Exkurs
über Hitchcocks Verhältnis zu Berlin widmet sich die
Ausstellung den verschiedenen Arbeitsbereichen, die an
einer Filmproduktion beteiligt sind. Dokumente unterschiedlichster
Art veranschaulichen die einzelnen Entwicklungsschritte
der Filmrealisierung: von der inhaltlichen und ästhetischen
Konzeption bis hin zur konkreten szenischen Umsetzung. |
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| Thomas Wright: Stroyboard für TOPAZ |
Robert Boyle: Skizzen für THE BIRDS |
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Hitchcock
und Berlin
Bereits
1925 besuchte Alfred Hitchcock die Ufa-Filmstudios in
Babelsberg – damals die modernsten der Welt – und hatte
Gelegenheit, Friedrich Wilhelm Murnau bei den Dreharbeiten
zu DER LETZTE MANN zu erleben. Er war nach Berlin gekommen,
um an der deutsch-britischen Koproduktion THE BLACKGUARD
/ DIE PRINZESSIN UND DER GEIGER (1925) mitzuwirken. Hitchcock,
damals Mitte zwanzig, übernahm bei dieser Produktion
die Aufgaben des Drehbuchautors, des Ausstatters und
des Regieassistenten. Anschließend bot sich für ihn bei
der Produktionsfirma Emelka in München die Gelegenheit,
seinen ersten Film als Regisseur zu realisieren.
Die
Zeit in Deutschland prägte Hitchcock nachhaltig, und
der Einfluss von Regisseuren wie Murnau und Fritz Lang
lässt sich deutlich in seinem Werk erkennen. In Deutschland
lernte er auch seiner zukünftigen Frau Alma Reville näher
kennen, die bereits als Cutterin etabliert war und später
unter anderem als Drehbuchautorin an mehreren seiner
Filme mitwirken sollte. Gut vierzig Jahre später drehte
Hitchcock im geteilten Berlin den Spionagefilm TORN CURTAIN
(1966). Neben Paul Newmann und Julie Andrews wirkten
darin zahlreiche deutsche Schauspieler mit, darunter
Wolfgang Kieling, Günter Strack und Hansjörg Felmy. Dokumente
belegen die damaligen Recherchen des Filmteams in Berlin;
die Dreharbeiten fanden größtenteils im Studio in Los
Angeles statt. |
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| Albert Whitlock: Studie Matte
Painting-Aufnahme für THE BIRDS |
Ray Simm: Entwurf für THE 39 STEPS |
John De Cuir: Storyboard zu SABOTEUR |
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CASTING A SHADOW. ALFRED HITCHCOCK
UND SEINE WERKSTATT
Sonderausstellung der Deutschen Kinemathek
Museum für Film und Fernsehen
29. Januar bis 10. Mai 2009
Veranstaltunsort
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Filmhaus am Potsdamer Platz, 4. Etage Potsdamer Straße
2, 10785 Berlin
Bus & Bahn
S-Bahn: S-/U-Bahn Potsdamer Platz, Bus M41, M38, M85, 200,
347
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag
10 bis 20 Uhr Tue – Sun 10 AM – 6 PM, Thu 10 AM – 8 PM
Berlinale
auch am Mo, den 8.2., 10 – 18 Uhr geöffnet
Berlinale Mo January
8, 10 AM – 6 PM
Tel.+49(0)30/300903-0, Fax +49(0)30/300903-13
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