MEANSMOVIE Filmmagazin aus Berlin  
MMEANSMOVIE Filmmagazin Berlin ©     6.Jahrgang Februar/07  SUPPORT YOUR LOCAL CINEMA
 
 
  LORIOT. DIE HOMMAGE
zum 85. Geburtstag

Sonderausstellung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Wegen des großen Erfolgs und anhaltenden Interesses wird die Ausstellung bis einschließlich Ostermontag, 13. April 2009, verlängert.
 
 
   
 
Am 12. November wird Loriot 85 Jahre alt und als Geschenk gibt es eine Ausstellung mit seinem Gesamtwerk aus Trickfilmen, Sketchen, Interviews und Talkshowauftritten. Insgesamt dreiundsiebzig Stunden Material sind zu sehen und hören. Vielleicht läßt sich ja auf der Ausstellung die Frage lösen: „Wer ist Loriot? Viele Masken, viele Gesichter. Bisher kannten wir ihn nur als den Herrn, der etwas steif auf dem Sofa sitzt, gelegentlich freundlich lächelnd und im Ganzen etwas kühl wirkend.“

Seit einem halben Jahrhundert beeinflusst Vicco v. Bülow mit seinem Humor wie kein anderer den Alltag und das kulturelle Leben in Deutschland. Mit seinen Zeichnungen, seiner Prosa und seiner Lyrik, mit seinen dramatischen Werken und seinen Reden, vor allem aber mit seinen Fernseh-Sketchen (1967 bis 2003) schrieb er sich unter dem Künstlernamen Loriot in die Biografien und die Herzen sehr vieler Menschen. Loriot kam in Brandenburg/Havel unter dem Namen Vicco von Bülow zur Welt. Er lebt heute am Starnberger See und in Berlin.

Das Museum für Film und Fernsehen ehrt Vicco von Bülow anlässlich seines 85. Geburtstages mit einer umfassenden, in dieser Größenordnung bisher nicht da gewesenen Schau. LORIOT. DIE HOMMAGE präsentiert erstmalig das gesamte Lebenswerk Vicco von Bülows und verbindet dabei noch nie gezeigte Werke aus dem Privatarchiv des Künstlers mit seinen Arbeiten für Print, Fernsehen, Kino und – als Exkurs – Oper. Im Werk Vicco von Bülows, vor allem in seinen Arbeiten für das Fernsehen, treffen sich die singulären Leistungen eines großen Künstlers mit der Alltagskultur der Bundesrepublik und den Biographien ihrer Bürger. Die Ausstellung LORIOT. DIE HOMMAGE illustriert diesen Zusammenhang und zeigt zugleich, was „populäres Fernsehen“ tatsächlich zu sein vermag und welche Möglichkeiten in diesem Massenmedium stecken. Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen Veranstaltungen, unter anderem dem Symposium „Zum Lachen“, einer Kooperation mit dem Einstein Forum in Potsdam.
   
 
   
 
Drei Themen nahm er in diesem Zusammenhang immer wieder unter die Lupe: Die mangelnden kommunikativen Fähigkeiten in der Gesellschaft, vor allem die zwischen Frauen und Männern; das Verhältnis von Mensch und Tier; und die Frage, was unser Leben mit den Errungenschaften der so genannten Hochkultur, den schönen Künsten, insbesondere mit der Musik, der Literatur und der Malerei zu tun hat – zu tun haben könnte (Galerie, Raum 1).
   
 
Die Ausstellung greift über drei Stockwerke hinweg, bis hinein in die „Ständige Ausstellung Fernsehen“ alle diese Themen auf. Sie möchte anschaulich werden lassen, worin das Besondere des Loriot’schen Humors besteht. Deshalb blickt sie dem Künstler auch beim Entstehen seiner Werke gleichsam über die Schulter. Sie zeigt, mit welcher Präzision und Perfektion LORIOT arbeitet (Werkstatt, Raum 2). Sie erzählt davon, wie sich die außergewöhnliche Vita und die besondere Weltanschauung des Künstlers mit dem scheinbar ganz und gar unspektakulären Leben seiner Mitmenschen verbindet - niemals schadenfroh, doch mit scharfem Blick für die tragikomischen Seiten des Lebens und das Chaos, das hinter jedem Versuch lauert, die Welt zu ordnen. Und sie begleitet den Künstler bei seinen wiederholten Ausflügen in die Welt des Kinos, der Oper und der klassischen Musik (Leben und Werk, Raum 3).
   
  Laufzeit 6. November 2008 bis 13.April 2009
Ausstellungsort Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
im Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Informationen Tel. 030/300903-0, Fax 030/300903-13

www.deutsche-kinemathek.de

Fahrverbindungen S-/U-Bahn Potsdamer Platz und Bus M41, M48, M85, 200, 347
Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr
Feiertage 24.12. geschlossen, 25., 26., 31.12. geöffnet, 1.1.09 ab 12 Uhr

Tickets 4 € Sonderausstellung inklusive Ständige Ausstellung Fernsehen
3 € ermäßigt
6 € Sonderausstellung inkl. Ständ. Ausstellg. Film + Fernsehen
4,50 € ermäßigt
3 € Schüler
12 € Familienticket (2 Erwachsene mit Kindern)
6 € Kleines Familienticket (1 Erwachsener mit Kindern)

Führungen Anmeldung »FührungsNetz«: T 030/24749-888
Publikation »Loriot. Ach was!«, Hardcover, Hatje Cantz Verlag, € 29,80

Ausstellungsbereich 1. OG Sonderausstellung | 3. OG Spiegelsaal, Zeittunnel sowie
4. OG Programmgalerie der Ständigen Ausstellung Fernsehen Exponate Gemälde und Zeichnungen, zahlreiche Fotografien und Skizzen, Bühnen- sowie Filmrequisiten, Modelle und Objekte Medien: ca. 190 Titel

Links
www.loriot.de/     Die offizielle Website mit Lebenslauf, Interviews, Werksverzeichnis, Zeichnungen
http://de.wikipedia.org/wiki/Loriot      Loriot – Wikipedia
Video-Ergebnisse zu LORIOT
Hommage an Loriot im Berliner Filmmuseum | tagesschau.de
"Früher war mehr Lametta"  DIE ZEIT, 23.10.2008
"Zimmer frei zur Verwüstung" Der Tagesspiegel 06.11.2008

     
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