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AFRICAN SCREENS Neues Kino aus Afrika 9.10. -
9.11. 2008
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Das
Haus der Kulturen der Welt bietet vom 9. Oktober bis 9.
November mit dem Filmfestival AFRICAN SCREENS einen
Überblick über das zeitgenössische afrikanische Kino mit
über 40 Spielfilmen, Dokumentationen und Kurzfilmen. Die
Festival-Eröffnung am 9. Oktober wird in Anwesenheit von
Bundespräsident Horst Köhler gefeiert. Es moderiert die
deutsche Filmemacherin Mo Asumang. Manthia Diawara, Professor
für Vergleichende Literaturwissenschaften und Direktor
des Instituts für Africana Studies an der NYU, zeichnet
für die Kuration der ersten vier Veranstaltungswochenenden
verantwortlich. Begleitend zum Filmprogramm gibt es Panels,
Vorträge und Gespräche mit Filmemachern. Das fünfte und
somit finale Wochenende widmet sich der letzten Ausgabe
des publikumsstärksten Festivals der Welt, dem FESPACO
und findet in Kooperation mit AFRIKAMERA 2008, einer Initiative
des Vereins toucouleur e.V., statt.
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Neue
afrikanische Filmlandschaften
Filme spielen gegenwärtig
in Afrika die Rolle, die früher der Literatur,
den Büchern von Wole Soyinka und anderen zukam.
Nach den Utopien der Unabhängigkeit entwerfen
die Regisseure heute Szenarien zwischen globalisiertem
Alltag und postkolonialen Zukunftsfragen. Was
die politisch korrekte Sicht der großen europäischen
Festivals und Verleiher nicht erfassen kann,
zeigt diese von Manthia Diawara kuratierte
Filmreihe: ein Kino voller Kontraste, die besten
Produktionen aus den divergierenden Entwicklungslinien,
die den afrikanischen Film der Gegenwart bestimmen.
Das erste Festival-Wochenende thematisiert
die postkoloniale Ästhetik, die sich von den
alten Ideologien löst und das moderne Afrika
reflektiert. Neben
der Berlin-Premiere des Filmes |
| Les Saignantes © Promo |
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CLOUDS
OVER CONAKRY von
Cheick Fantamady Camara, werden zwei
von Manthia Diawara moderierte Panels
stattfinden, bei denen insgesamt 14 Regisseure,
u. a. John Akomfrah und Zola Maseko,
und hochrangige Vertreter aus der Filmförderung
anwesend sein werden. Außerdem wird der
Film LES SAIGNANTES des kamerunischen
Regisseurs Jean-Pierre Bekolo zu sehen
sein, dem der Ruf vorauseilt, Afrikas
Tarantino zu sein. Es ist einer der ersten
Science- Fiction Politthriller Afrikas.
Auch der nigerianische Regisseur des
Films EZRA, Newton Aduaka, der für dieses
Werk die höchste Auszeichnung des FESPACO,
den Filmpreis in Gold, erhielt, wird
seinen Film im Haus der Kulturen der
Welt diskutieren.
„Afrika
unter dem Mikroskop“
stellt
am zweiten Wochenende die
Suche nach neuen Utopien
in den Mittelpunkt. Dabei
werden mit Werken wie BAMAKO
und DARATT einige Filme von
bereits bekannten Regisseuren
gezeigt, in denen die vom
Westen erzwungenen Veränderungen
als eigentliche Ursachen
der Probleme Afrikas erscheinen.
Hinzu kommen brandneue Dokumentationen
von jungen Filmemacherinnen.
.
Am
dritten Wochenende,
das sich mit dem
Thema der „Négritude“
auseinandersetzt,
werden zusätzlich
zu einigen Klassikern
des afrikanischen
Films, darunter
z.B. Werke von
Ousmane Sembène,
dem „Vater des
afrikanischen Kinos“,
auch die Anfänge
und Pioniere des
zeitgenössischen
Kinos vorgestellt.
Einen Blick auf
das Kino Südafrikas
gewährt das vierte
Wochenende und
präsentiert unter
dem Namen „Nollywood“
bekannt gewordene
Klassiker der nigerianischen
Videoproduktion,
die trotz einfachster
Technik und geringem
Budget einen riesigen
Erfolg weit über
das eigene nigerianische
Publikum hinaus
feiern |
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Szenenfoto
aus dem Film "Drum",
Südafrika/D/USA, 2004,
R: Zola Maseko © Kinowelt |
Im November steht mit AFRIKAMERA 2008 ein “Best
of FESPACO 07“ auf dem Programm. Unter dem Motto “Migrating
Identities” werden acht wichtige Produktionen zu kultureller
Identität und Migration gezeigt, darunter AFRICA PARADIS
von Sylvestre Amoussou als Berlin-Premiere. Ein Panel
thematisiert Potentiale und Perspektiven des aktuellen
Kinos aus Afrika als „Kino der doppelten Kulturen“. Der
Kurator Manthia Diawara über das Filmfestival im Haus
der Kulturen der Welt: „Wir wollen die Plattform des
HKW nutzen, um zu einer kohärenten Theorie der Ziele
und Absichten des neuen afrikanischen Films zu gelangen.
Denn nach allem, was durch den Aufbau neuer Strukturen
der Film- und Videoproduktionen in Südafrika und Nigeria
in den letzten 20 Jahren möglich geworden ist, kann man
durchaus von einem Paradigmenwechsel im afrikanischen
Film sprechen.“ |
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin Mo - So 10 - 18 Uhr
Telefon +49-(0)30 - 39 78 71 75
Kartenreservierung per e-Mail: info@buschdaehn.de
Fax +49 - (0)30 - 394 86 79
PROGRAMM
http://www.hkw.de/ |
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MMM/Oktober 2008 |
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