MEANSMOVIE Filmmagazin aus Berlin  
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  50 JAHRE ANDERGROUND

Doppeljubiläum Carl Andersen: 50 Jahre Mensch und 20 Jahre Filmemacher 17. - 30. JULI tägl. 22:00 Uhr
 
     
 
 FILMWERKSCHAU CARL ANDERSEN

 
Vom 17. - 30. Juli jeden Abend 22:00 Uhr,

alle Filme in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit dem jüngsten Film (die Brotfabrik zeigt alle Filme in umgekehrter Reihenfolge, beginnend mit dem ältesten Film) An vier Abenden wird Carl Andersen auch persönlich anwesend sein. Bevorzugtes Thema:

Die Sehnsucht nach Liebe, Nähe und Sexualität sowie die gleichzeitige Angst vor zuviel davon. Das stilistische Spektrum reicht dabei vom expressiven Stummfilm bis zum monologisierenden Psychodrama.


 KURZBIOGRAPHIE

Carl Andersen wurde 1958 in Wien geboren, arbeitet seit 30 Jahren als Filmkritiker und dreht seit 1988 selbst Filme im No-Budget-Underground- Milieu. Sehr früh engagierte er sich in der jungen österreichischen Programmkinoszene und gründete später selbst ein Kino sowie einen Filmclub fürs Geschmäckle jenseits des Mainstreams. Andersen war Veranstalter des ersten schwul-lesbischen Filmfestivals in Österreich, verschaffte dem mittlerweile als Kultfi lm geltenden Midnight- Movie Liquid Sky ein viele Jahre anhaltendes Forum und organisierte weitere Filmfestivals.

Seit 1991 lebt Andersen in Berlin und betreute auch hier diverse Festivals des abseitiges Films, u.a. im Filmmuseum Potsdam und im Podewil. Nachdem er den Berliner Filmemacher Lothar Lambert kennenlernte, entwickelte sich eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit gegenseitigen Besetzungen. Andersen brachte den tschechischen Kultfi lm Valerie and Her Week of Wonders zur deutschen Kinoerstaufführung und organisierte in Deutschland eine Kinotour mit den Filmen des in den 60- erjahren tätigen österreichischen Regisseurs Eddie Saller. Bei der deutschen Erstaufführungskinotour zu Angst (Gerald Kargl, 1983) lernte er dessen Hauptdarsteller Erwin Leder (allen bekannt als Johann, das Gespenst aus Das Boot) kennen, mit dem er später die Filme Vom Luxus der Liebe und Chien Fuck! besetzte.

Lothar Lambert drehte über beide den Dokfi lm Küss die Kamera – Wiener Wahn hoch zwei. Seit einigen Jahren arbeitet Andersen bei seinen Filmen mit der schwedischen Undergroundfi lmerin und Performerin Malga Kubiak zusammen. In Berlin war Andersen viele Jahre lang Mitarbeiter des Filmarchivs Negativeland, in dessen Bestand er viele eigenwillige Filme einbrachte. Zur Zeit arbeitet er an seinem neuen Film Obsession: 25 Bilder pro Sekunde, eine ebenso experimentelle wie gleichzeitig fi ktive und dokumentarische Arbeit über seine Position als Filmemacher und die seiner Darsteller resp. Darstellerinnen.

 FILMOGRAPHIE/Theater (Regisseur und Autor)

FILMOGRAPHIE (Regisseur und Autor)
  • 1988: VAMPYROS SEXOS a.k.a I WAS A TEENAGE ZABBADOING a.k.a.
  • 1990: JUNGFRAU AM ABGRUND a.k.a. MONDO WEIRDO
  • 1990: WHAT´S SO DIRTY ABOUT? (Kurzfilm)
  • 1993: KILLING MOM
  • 1995: WODKA, JAZZ UND PERESTROIKA
  • 1996: TITTY TWIST IN HELL
  • 1996: ENTFESSELTE VAMPIRELLAS IN KETTEN
    (Kurzfilm für den ORF/ZDF Kompilationsfilm „Kino im Kopf“ von Michael Glawogger) 
  • 1998: VOM LUXUS DER LIEBE a.k.a. THE LUXURY OF LOVE
  • 2000: DIE SEHNSUCHT NACH DEM MEHR
  • 2001: ANDERSENS MÄRCHEN VON DER LIEBE
  • 2002: LICK AN APPLE LIKE A PUSSY:
    THE MOVIE STANISLAWSKI NEVER MADE (Co-Regie: Silvia Lindner) 
  • 2004: EISZEIT (Co-Autoren: Malga Kubiak, Sybille Kleinschmitt)
  • 2006: FEMALE SUMMER
  • 2006/08 CHIEN FUCK!
  • In Arbeit: OBSESSION: 25 BILDER PRO SEKUNDE
THEATER (als Regisseur und Autor)
  • 2006: LICK A PUSSY LIKE AN APPLE: THE STAGEPLAY SCHILLER NEVER WROTE

Die Grundidee von Lick an Apple Like a Pussy: The Movie Stanislawski never made (Filmteam beobachtet Regisseurin und Darsteller bei der Arbeit zu einem Film mit Sexszenen) wurde dazu benutzt, auf der Bühne (anstatt der Kamera) das anwesende Publikum zum beteiligten Voyeur zu machen.

ALS DARSTELLER (in Filmen anderer Regisseure) u.a.

  • 1990:WARTEN, Regie: Paul Harather (Regisseur von „Indien“)
  • 1990/91:RONNIE URINI SPECIAL, TV-Feature, Produktion: ORF
  • 2000: VERDAMMT IN ALLE EITELKEIT, Regie: Lothar Lambert
    (dieser Film führte die Figur des stets am Wahn befindlichen, höchst obsessiven Filmemachers "Carol Andersch" ein, den Andersen noch in zwei weiteren Lambertfilmen spielen sollte)
  • 2005:KÜSS DIE KAMERA – WIENER WAHN HOCH ZWEI, Regie: Lothar Lambert (Dokumentarfilm über Andersen und „seinen“ Schauspieler Erwin Leder)
 Kinos

17. bis 30. Juli 2008, jeweils um 22:00 Uhr

KINO IN DER BROTFABRIK
www.brotfabrik-berlin.de
Alle Filme in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit dem ältesten Film.
An folgenden Tagen ist Carl Andersen persönlich anwesend:
Do 17. / Sa 19. / Fr 25. / Sa 26. Juli
Caligaripl. 3 13086 Berlin (Weißensee)
Telefon: 030 / 4714001 oder 471 4002
Tram M2 / M13 / 12 Haltestelle für die Brotfabrik: Prenzlauer Allee/Ostseestraße Nachtbus: N58 Richtung Mitte: Haltestelle PrenzlauerAllee/Ostseestr.: ab 0.14 Uhr alle 30 min.[Fahrzeit zum Hackeschen Markt: 13 min.]


TILSITER LICHTSPIELE
www.tilsiter-lichtspiele.de
Genauso, nur umgekehrt, also beginnend mit dem jüngsten Film.
An folgenden Tagen ist Carl Andersen persönlich anwesend:
Fr 18. / Mi 23. / Do 24. / Di 29. Juli
Richard-Sorge-Str.25a
10249 Berlin
Tel. 030-4268129
U5: Frankfurter Tor oder Weberwiese M20: Bersarinplatz

 LINKS

http://www.tilsiter-lichtspiele.de/carl_andersen.html
http://www.myspace.com/carl_andersen_filmmaker
INTERVIEW MIT CARL ANDERSEN

     
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