25. Mai. bis 8. Juni 2008 im Kino Arsenal, Berlin und
im Filmmuseum Potsdam
Kuratiert von der Leiterin des Festivals, Nicola Galliner,
und veranstaltet von der Jüdischen Volkshochschule der
Jüdischen Gemeinde zu Berlin versammelt das Programm 31
Filme aus 9 Ländern, die zum großen Teil erstmals in Deutschland
gezeigt werden. Anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung
Israels liegt der Schwerpunkt des diesjährigen Festivals
auf Filmen aus Israel: in 16 Dokumentar- und Spielfilmen
werfen die Regisseurinnen und Regisseure einen Blick zurück
auf die Geschichte ihres Landes und durchleuchten die komplexe
Gegenwartssituation der israelischen Gesellschaft. Wie
in den letzten Jahren können wir erneut zahlreiche Regisseure,
Drehbuchautoren und Produzenten der Filme in Berlin begrüßen,
die ihre Filme persönlich vorstellen und diskutieren werden..
ARAB WORK in Berlin:
Die provokative TV-Serie eröffnet das 14. Jewish Film Festival
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In Israel war die Serie ein Strassenfeger,
nun ist sie erstmals in Deutschland im Rahmen des Jewish
Film Festivals Berlin & Potsdam
zu sehen: ARAB WORK (Avoda Aravit)
des Regisseurs Ron Ninio. Durch ARAB WORK begegnete dem
israelischen TV-Publikum zum ersten Mal eine arabische
Familie im eigenen Wohnzimmer – und das zur Hauptsendezeit.
LE MONDE schrieb, dass ARAB WORK „sämtliche Tabus der palästinensischen
Bürger Israels durch den Fleischwolf dreht“ und die NEW
YORK TIMES meinte, dass es den Machern gelingt, „die Mainstream-Produkte
der israelischen Unterhaltungskunst durch eine Serie aus
arabischer Sicht zu bereichern“. |
In ARAB WORK geht es um den Status von Arabern in der israelischen
Gesellschaft. Die Serie deckt die Konflikte von Arabern auf, die
zwischen Integrationswunsch und der Wahrung eigener Traditionen
und Werte hin- und hergerissen sind. Im Mittelpunkt steht Amjad,
ein arabischer Journalist. Er will unbedingt zum Kreis der Angesagten
dazugehören und ist deshalb bereit sich anzubiedern. Amjads Bedürfnis,
sich an die israelische Gesellschaft anzupassen, führt immer wieder
zu Konflikten zwischen ihm und seinen konservativ eingestellten
Eltern.
Gleichzeitig verliebt sich sein einziger Freund, ein israelischer
Jude, in Amal. Diese ist Araberin, Feministin und die beste
Freundin von Amjads Frau (Clara Khoury). Realisiert wurde
die Serie von jüdischen und arabischen Israelis gleichermaßen.
So freut sich das Festival auch, die Hauptdarstellerin Clara
Khoury (DIE SYRISCHE BRAUT), den Produzenten Danny Paran
und den Drehbuchautor Sayed Kashua in Berlin begrüssen zu
können. Clara Khoury spielt nicht nur in ARAB WORK, sondern
wird am Festival auch im Film LIEBESLEBEN zu sehen sein.
Dieser läuft als Eröffnungsfilm des Festivals in Potsdam
am 6. Juni 2008. Der Autor Sayed Kashua (DA WARD ES MORGEN
und TANZENDE ARABER, beide im Berlin Verlag) liest am Tag
der Festivaleröffnung am 25. Mai 2008 um 11 Uhr im Literaturhaus
an der Fasanenstrasse 23. Den deutschen Teil der Lesung hält
der Schauspieler Jan Josef Liefers (TATORT, DER BAADER MEINHOF
KOMPLEX). Liefers konnte zugleich als Pate des diesjährigen
Festivals gewonnen werden.
Das diesjährige Jewish Film Festival Berlin und Potsdam zeigt
eine Auswahl der interessantesten
Produktionen des jüdischen Films weltweit. Die Vorführungen
finden im Kino Arsenal Berlin sowie im Filmmuseum Potsdam
statt. Der 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels ist ein
Schwerpunkt des Festivals. Allerdings soll das Thema einen
weiten Rahmen bilden und so finden ganz unterschiedliche
Filme und Formate Platz im Programm: Die Auswahl von aktuell
erfolgreichen Spielfilmen wird ergänzt durch eine umfassende
Reihe von Dokumentationen. Insbesondere Berliner Geschichten
machen einen wichtigen Teil des Programms aus. Seit seiner
Gründung 1995 versteht sich das Jewish Film Festival Berlin
als offenes Forum für den jüdischen Film.
Es hat sich zur
Aufgabe gesetzt, die wichtigsten Beiträge jüdischer Filmemacher
nach Berlin zu holen – fast alle Filme werden als Berlin-Premieren
gezeigt. Traditionell sind viele der Filmemacher anwesend
und das Festival legt großen Wert auf den Austausch mit dem
Publikum. So soll das heutige Judentum aus aller Welt als
etwas Spannendes und Anregendes in Berlin erfahrbar gemacht
werden. Bereits vor der offiziellen Festivaleröffnung gibt
es die Gelegenheit, einer außergewöhnlichen Vorführung beizuwohnen:
Als Auftakt wird am 18. Mai 2008 der Film DAS HAUS IN
DER AUGUSTSTRASSE der israelischen Filmemacherin Ayelet Bargur
gezeigt. Die Vorführung findet im Kino Arsenal statt. Der
Film ist ein Porträt der Erzieherin Beate Berger, welche
ab 1922 für mehr als ein Jahrzehnt das Kinderheim „Belt Ahawah“
leitete. Ayelet Bargur folgt Spuren, die erst in jüngerer
Zeit aufgedeckt wurden und erzählt, was sie anhand der wenigen
erhaltenen Dokumente und verschiedenen Interviews mit Überlebenden
jener Zeit rekonstruieren konnte. Als Gäste werden Protagonisten
aus dem Film erwartet.
Programmbuch zum Festival
Zum Festival erscheint wieder ein
84-seitiges, zweisprachiges (deutsch/englisches)Programmbuch
mit Beiträgen renommierter Autoren zu den gezeigten Filmen
und zahlreichen Fotos. Es liegt an der Kasse im Kino Arsenal
und im Filmmuseum Potsdam aus und kann kostenlos mitgenommen
werden.
http://www.jffb.de/