MEANSMOVIE Filmmagazin aus Berlin  
MMEANSMOVIE Filmmagazin Berlin ©     6.Jahrgang Februar/07  SUPPORT YOUR LOCAL CINEMA
 
   
„60 Jahre Israel – 60 Jahre Naqba“

 
  Das Eiszeit Kino in Berlin-Kreuzberg lädt im Jahr 2008 aus Anlass zu
„60 Jahre Israel – 60 Jahre Naqba“
zu folgendem Programm ein:
 
„Rana`s Wedding“ (OmU) 
Hany Abu-Assad,
Palästina 2002, 90 min, 35mm, Arab. OmU 
Ab dem 03. Januar 1 Woche

Rana's Wedding ist ein Liebesfilm, der kurz vor dem israelischen Einmarsch in die besetzten palästinensischen Gebiete spielt. Rana, eine junge palästinensische Frau stiehlt sich bei Morgengrauen aus dem Haus ihres Vaters, um nach ihrem heimlichen Geliebten Khalil zu suchen. Ihr Vater will sie an jenem Tag mit ins Ausland nehmen, um sie von dem jungen Mann zu trennen – es sei denn sie wählt einen Bräutigam von der Liste, die der Vater ihr aushändigt. 

 
„Kadosh“ (OmU) 
Amos Gitai,
Frankreich/Israel 1999, 110 min, OmU
 
Ab dem 17. Januar 1 Woche

In Gitaïs Fiktion leben Meir und seine Frau Rivka, die seit nunmehr zehn Jahren verheiratet sind, in Mea Shearim. Zehn Jahre Ehe, denen kein Kind entsprungen ist. Der Rabbi beschließt, daß sie sich scheiden lassen müssen und Meir die junge Haya heiraten soll. Für ihn, für alle, steht fest, daß seine Frau Rivka unfruchtbar ist. Doch als sie bei der Ärztin ist, konstatiert diese das Gegenteil. 

 
„Atash (Durst)“ (OmU) 
Tawfik Abu Wael,
Israel-Palästina 2004, 113 min, 35mm (CS), OmU
 
Ab dem 31. Januar 1 Woche

Eine Familie lebt im Nirgendwo, nicht weit vom Dorf. Vater und Sohn verkaufen die Kohle, die die Familie produziert ins Dorf, Mutter und Töchter verlassen den Ort nie. Ihr Geheimnis schweißt die Familie zusammen und zerstört sie zugleich. 
 
„Walk on Water“ (OmU) 
Eytan Fox,
Israel 2004, 104 min, OmU
 
Ab dem 21. Februar 1 Woche

Eyal ist Auftragskiller des israelischen Geheimdienstes Mossad und soll einen ehemaligen Nazi- Offizier aufspüren. Deshalb wird er auf dessen Enkel Axel angesetzt, der seine in Israel im Kibbuz lebende Schwester Pia besucht. Als sich Eyal und Axel näher kennen lernen, wird Eyals machohafter Konservatismus von Axels Homosexualität herausgefordert. Aber trotz der entstehenden Spannung hat Eyal einen Auftrag zu erfüllen... 
 
„Tehilim“ (OmU) 
Rafael Nadjari,
Israel/Frankreich 2007, 96 min, 35mm, Hebräisch mU 
Ab dem 06. März zeigt das Eiszeit für 2 Wochen den Film zum Bundesstart  Offizieller Wettbewerbsbeitrag in Cannes 2007 

Eine jüdische Familie lebt im heutigen Jerusalem ein gewöhnliches Leben. Nach einem Autounfall verschwindet der Vater auf mysteriöse Weise. Alle gehen mit seiner Abwesenheit und den Schwierigkeiten im Alltag um, so gut wie sie können. Während sich die Erwachsenen in Schweigen und Tradition flüchten, suchen die beiden Kinder, Menachem und David, nach ihrem eigenen Weg, den Vater zu finden. 

 
„Cemetry Club“ (OmU)                 
Tali Shemesh,
Israel 2006, 90 min, 35mm, OmU
 
Ab dem 06. März 1 Woche

Nationalfriedhof Mount Herzl in Israel. Jeden Samstagmorgen die gleiche Prozession: Ausgerüstet mit Plastik-Klappstühlen und Essensboxen zieht eine Gruppe älterer Menschen am Grabstein des Wegbereiters des politischen Zionismus vorbei, um es sich unter dem Schatten einer ausladenden Pinie bequem zu machen. Die Mount Herzl Academy tagt. Im Mittelpunkt stehen Minya, die zurückhaltende und eher schweigsame Großmutter der Regisseurin, und Lena, deren dominante Schwägerin - zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und die das Schicksal doch fest aneinandergebunden hat. Mit "The Cemetery Club" gelingt der Regisseurin ein ergreifendes, sehr persönliches und unerwartet humorvolles Portrait der Holocaust Generation, wie wir es so noch nie gesehen haben. 

  „Route 181“(OmU) 
Eyal Sivan & Michel Khleifi,
F/B/D/GB 2003, 270 min, Beta oder DVD, OmU
 
Special  Am 22. März zeigt das Eiszeit den ersten Teil von „Route 181“ (OmU) 
Am 23. März zeigt das Eiszeit den zweiten Teil von „Route 181“ (OmU) 

ROUTE 181 eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive auf die Bevölkerung in Palästina-Israel, eine gemeinsame Vision eines Palästinensers und eines Israelis. Mehr als ein Jahr lang haben Khleifi und Sivan sich der Produktion dessen, was sie einen kinematischen Akt von Glauben und Vertauen betrachten hingegeben: ein gemeinsamer Film. Im Sommer 2002 sind sie zwei lange Monate gemeinsam durch ihr Geburtsland gereist, sie haben ihre Strecke auf einer Karte aufgemalt und sie ROUTE 181 genannt. Diese virtuelle Linie markiert die Grenzen der UN- Resolution 181 vom 29. November 1947, nach der Palästina in zwei Staaten geteilt werden sollte. Auf ihrer ausgiebigen Reise hatten sie nur zufällige Begegnungen. Es wurden im Vorfeld weder Treffen vereinbart, noch Persönlichkeiten oder "offizielle" Gesprächspartner kontaktiert. 
 
„Shnat Effes“ (OmU) 
Joseph Pitchhadze,
Israel 2004, 125 min, 35mm, Farbe, OmU 
Ab dem 03. April 1 Woche

Eine einfühlsame und zugleich süffisante Momentaufnahme der israelischen Gesellschaft zu Anfang des neuen Jahrtausends. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise und der immer breiter werdenden Kluft zwischen Arm und Reich erzählt der Film drei Alltagsgeschichten aus der quirligen Metropole Tel Aviv, hinter deren Glamour sich ständig Leid und Glück die Waage halten. 

 
„Mauer“(OmU) 
Simone Bitton,
Frankreich/Israel 2004, 99 min, 35mm, OmU  
Ab dem 17. April 1 Woche

MAUER ist eine filmische Meditation über den Israel-Palästina-Konflikt. Die Filmemacherin Simone Bitton behaupt ihre doppelte Identität als Jüdin und Araberin und lässt so die Grenzen des Hasses verschwimmen. In einem klassischen dokumentarischen Ansatz folgt der Film der Mauer der Trennung, die eine der historisch bedeutendsten Landschaften zerstört, indem sie das eine Volk einsperrt und das andere eingrenzt. Auf der Baustelle dieser irrsinnigen Mauer trotzen tägliche Ansprachen und heilige Gesänge - auf Hebräisch und Arabisch - dem Diskurs des Krieges inmitten des ohrenbetäubenden Lärms der Bulldozer. MAUER erlaubt dem Zuschauer einen letzten Blick auf die Schönheit dieser Landschaft und die Menschlichkeit seiner Bewohner, bevor sie hinter der Mauer verschwinden. 
 
„Promises“ (OmU) 
Justine Shapiro, B.Z. Goldberg, Carlos Bolado,
USA 2001, 106 min, Dokumentation, 35mm,  Hebräisch, Arabisch, Englisch mU 
Ab dem 01. Mai 1 Woche

Ohne die Oberflächlichkeit der Nachrichtenmagazine, politischen Kommentar oder kalte Analyse, zeigt Promises ein menschliches Portrait des israelisch-palästinensischen Konflikts. Über vier Jahre hat das Filmteam das Leben von sieben Kindern aus Jerusalem begleitet. Sie wohnen nicht weiter als 20 Autominuten voneinander entfernt und doch trennen sie Welten. Die Kinder, zwischen 9 und 13 Jahren alt, sprechen über verschiedene Facetten des Konflikts. Alt genug, sich zu artikulieren und zu jung für die Analysen der Erwachsenen, spiegeln sie ihre jeweilige Kultur und zeichnen ein Bild der kommenden Generation. 

 
„Asurot (Detained)“ (OmeU)  
Anat Even & Ada Ushpiz,
Israel 2001, Video, 73 Min., hebr./arab.OmeU
Ab dem 15. Mai 1 Woche

Im Stadtzentrum von Hebron leben drei palästinensische Witwen mit ihren insgesamt elf Kindern in einer absurden Lage: seit 1997 befindet sich ihr Haus exakt auf der Grenze - die Vorderseite steht unter israelischem Kommando, die Palästinenser überwachen die Rückseite. Auf dem Dach befindet sich ein israelischer Militärposten und auch im Treppenhaus wimmelt es nur so von Soldaten. Die Frauen dürfen die Grenze nicht passieren; sie sind Gefangene in ihrem eigenen Haus. Die israelischen Filmemacherinnen zeigen die drei Frauen in ihrer ganzen Menschlichkeit - fernab vom stereotypen Bild palästinensischer Frauen, das in der israelischen Gesellschaft aufrechterhalten wird. 

 
„Close to Home“ (OmU)                   
Dalia Hager & Vidi Bilu,
Israel 2005, 90 min, OmU 
Ab dem 29. Mai 1 Woche

Im Rahmen ihres Militärdienstes müssen Smadar und Mirit, beide achtzehn Jahre alt, Streife in den Straßen Jerusalems gehen. Ihre Aufgabe ist es, vorbeigehende Palästinenser anzuhalten, ihre Ausweispapiere zu kontrollieren und die persönlichen Daten aufzunehmen. Die beiden jungen Frauen sind jedoch vor allem mit sich selbst beschäftigt - mit ihren Schwärmereien, Trennungen von Freunden und der vielschichtigen Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt. Bis sich eines Tages die politische Realität Jerusalems in ihr Leben drängt.
 
 
„Galoot (Exil)“ (OmeU)  
Asher de Bentolila Tlalim,
Israel/GB 2003, 100 min, Beta SP, Heb/Engl. OmeU
Ab dem 12. Juni 1 Woche

In seinem neuen Film Galoot, Exil, dokumentiert der israelische Filmemacher Asher de Bentolila Tlalim sein Leben in London, wo er in den letzten Jahren mit seiner Frau und seinen jüngeren Kindern lebt. Die Situation des vorübergehenden und freiwilligen Exils ermöglicht es ihm, die israelische Realität und das israelische Bewusstsein zu untersuchen und sich verschiedenen Aspekten die darin unterdrückt und verleugnet sind zu anzunähern. Tlalim dokumentiert seine Reise mit seinem Bruder nach Tanger, wo er geboren wurde sowie die Fahrt mit seiner Frau Ronit und seinem Sohn Yonatan Elimelech nach Polen, um an der Yorzeit von Ronit’s Vorfahren Rabbi Elimelech von Lizensk teilzunehmen. 


Eiszeit Kino
Zeughofstr. 20, 10997 Berlin
U-Bhf. Görlitzer Bahnhof, Bus 129, 140, 265, N29, N44, N65,
Tel: 611 60 16
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