
| USA 2001 - Regie: Ridley Scott - Darsteller: Josh Hartnett, Ewan McGregor, Eric Bana, Tom Sizemore, William Fichtner, Ewen Bremner, Sam Shepard, Gabriel Casseus, Kim Coates, Hugh Dancy, Ron Eldard, Ioan Gruffudd, Orlando Bloom Drehbuch von
KEN NOLAN
nach einer Buchvorlage von
MARK BOWDEN Kamera SLAWOMIR IDZIAK Musik HANS ZIMMER
Kostüm DAVID MURPHY- FSK: ab 16 - 142 Minuten |
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Black Hawk Down
Der Mensch wird zum Alien
Es gab diejenigen, die den Film schlecht fanden, weil sie schon vorher wussten, das es sich dabei nur um ein Propagandafilm der US-Army handelt. Dann gab es die Kritiker, die dem Film durchaus eine gewisse Qualität bescheinigen wollten, aber Kriegsfilme zu empfehlen ist halt nicht einfach. Dieser Film ähnelt einem schlechtem Rausch. Danach weiss man in der Regel was man nicht mehr möchte. Ein guter Film? Ja- wer es wagt diesen Film zu sehen, braucht danach keinen weiteren Kriegsfilm mehr zu sehen. Als klassischer Rekrutierungsfilm für die Army könnten höchstens die ersten zwanzig Minuten herhalten. Wer aber nach diesem Film die Meinung vertritt , der Film verherrliche die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Menschen versucht diesem Film etwas unterzuschieben. Selbst nach dem Neuschnitt wegen des 11.09.01, nicht. Interessant wird es werden, wenn es irgendwann einmal den Directors Cut zu sehen gibt.
Ein somalischer Junge im BeeGees T-Shirt winkt den amerikanische Soldaten zu, die winken aus dem Hubschrauber zurück, genauso wie auch wir einem kleinen Jungen zuwinken würden. Bis hierhin ist Zeit sich noch aus dem Kino zu schleichen, den was jetzt folgt, ist nicht mehr in Einklang zu bringen mit einem, im klassischen Sinne, lohnenden Kinoabend . Auch für das Kommando im Film wäre es jetzt noch Zeit umzukehren. Doch das Grauen nimmt seinen Lauf.
Irgendwann nach einer Stunde und mehreren Tonnen verschossener Munition wird einem klar, der Film hat mehr mit Alien zu tun als mit Platoon, Apocalypse Now oder Saving Private Ryan. Die Häuserschluchten, die Gefahr die hinter jeder Ecke lauert, die anatomischen Bilder von Menschenteilen, an denen höchstens noch Chirurgen ein Interesse haben könnten. Es kommen einem langsam die Zweifel, ob der Film überhaupt eine Moral transportieren will, oder einfach nur zeigen will, wie eine Maschine völlig aus dem Ruder gerät. "Killing is negotiating" sagt ein Somalier. Der Irrsinn wird durch die letzte Szene des Films, der abschließende Lauf der Soldaten in die sichere UN Schutzzone, auf die Spitze getrieben.
Der Mann mit dem Handy am Rand der Szenerie, das sind wir...
KURZINHALT
1993 entsendet die UNO internationale Friedenstruppen nach Somalia, um dafür zu
sorgen, dass die Zufuhr von Hilfsgütern nicht von lokalen Warlords unterbrochen
wird. Weil der brutale Mohamed Farrah Aidid sich auch von den UN-Truppen nicht
abschrecken lässt, sollen amerikanische Elitesoldaten hochrangige Offiziere Aidids in
einem Gebäude in der Innenstadt von Mogadischu festnehmen und zur US-Basis
außerhalb der Stadt bringen.
Zunächst läuft alles nach Plan, doch dann stürzt ein junger Ranger beim Abseilen
aus einem Hubschrauber 20 Meter in die Tiefe. Eine tragische Kettenreaktion wird
ausgelöst: Zwei Black-Hawk-Hubschrauber werden abgeschossen, ein Konvoi aus
zwölf Fahrzeugen verfährt sich im unübersichtlichen Straßenlabyrinth, 100 Ranger
und Delta-Force-Soldaten werden eingekesselt und von der Außenwelt
abgeschnitten.
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